Frauenfussball
"Tausendguldenschuss" entscheidet für Innsbruckerinnen

- Das Team von Wacker Innsbruck darf sich über drei Punkte und den Klassenerhalt freuen.
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Trotz ansprechender Leistung reicht es für den FC SKINY Südburgenland wieder zu keinem Punktegewinn. Das Future League-Team holt gegen Wacker Innsbruck 1b einen Heimsieg.
MISCHENDORF. Für den FC SKINY Südburgenland begann die Entscheidungsphase für das Ziel auch im Jubiläumsjahr den Verbleib in der Planet Pure Frauen Bundesliga zu schaffen. Im direkten Duell gegen den FC Wacker Innsbruck sollte endlich ein Erfolgserlebnis her und entsprechend ambitioniert begann das Team von Maximilian Senft auch.
In den ersten Minuten gab es gleich mehrere gute Aktionen in Richtung Tor von Lea Rieder, doch die Innsbrucker Defensive rund um Kapitänin Eva Maria Dengg stand meist sicher. Offensiv war es auch die Kapitänin, die mit einem Schuss für erste echte Gefahr im Südburgenlandstrafraum sorgte. Dieser wurde aber noch in den Corner abgelenkt (13.). Ein direkter Corner von Südburgenland-Kapitänin landete im Außennetz (20.). Auf der Gegenseite hatte Balbi bei einem eher harmlosen Schuss von Krajinovic ordentlich Mühe den Ball vor der Linie zu bändigen (24.).
Lattenkracher im Netz
Dann folgte die 31. Spielminute: Nach einem Eckball ging - leicht bedrängt - Torfrau Balbi zu Boden. Zu wenig für einen Foulpfiff, was auch Schiedsrichter Dominik Riegelnegg so sah, doch dies genügte für Unkonzentriertheiten in der Südburgenland-Defensive und ein praktisch leeres Tor, was Ruzica Krajinovic mit einem Distanschuss ausnutzte. Dieser landete zunächst an der Querlatte und dann via Bodenkontakt im Netz.
Für seinen Nichtpfiff erntete Riegelnegg massive Kritik von Balbi, die später nach erneuter lautstarker Kritik zurecht Gelb sah (40.). Im Finish hatten die Gäste noch eine Topchance durch Haaser und Krajinovic (42.). Es blieb aber beim knappen 0:1 aus Sicht des Heimteams.

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Chancen auf den Ausgleich
Die Südburgenländerinnen kamen wieder mit mehr Agitation nach vorne aus den Kabinen. Nach einem Freistoß von Lisa Strobl prüft Denisa Skálová Rieder erstmals nach Seitenwechsel per Kopf, aber zu schwach für die gute Torfrau der Innsbruckerinnen. Nach einem Einwurf bringt Strobl den Ball zur Mitte und Popofsits setzt sich im Luftduell gegen Rieder durch, setzt dann aber nicht energisch genug nach und Dengg kann so noch vor der Linie per Kopf retten (55.).
Nach Freistoß von Ito kommt der Ball zu Lemesova, die zunächst an Balbi per Beinabwehr scheitert und den Nachschuss dann nur ins Außennetz setzt (57.). Pech dann für die Gäste, denn ein Haaser-Tor wurde wegen Abseits aberkannt - wohl eine knappe Fehlentscheidung (60.). Bei den Südburgenländerinnen kommt dann die 15-jährige Marie-Kristin Leitner (61.), die für viel Schwung im Angriffsspiel sorgt. Große Chancen bleiben zunächst aber aus, während sich Balbi das eine oder andere Mal auszeichnen kann. Aus der Distanz ist es dann abermals Skálová nach schönem Zuspiel von Leitner, die allerdings ziemlich unbedrängt deutlich drüber zielt (78.).

- Eva Maria Dengg rettet hier vor Linda Popofsits in den Corner.
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Punkte gehen nach Innsbruck
Im Finish versuchen die Südburgenländerinnen zwar noch einmal mit drei Stürmerinnen alles, um den Ausgleich noch zu erkämpfen, aber die Kräfte sind nicht mehr ausreichend, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Zu kontrolliert die Gäste, die mit Dengg und Lemesova zwei starke Routiniers in der Defensive haben.
In der Nachspielzeit sieht Krajinovic - nach Fehler von Trainer Stolte, der sie beim Wechsel in Richtung Bank schicken wollte, statt gleich über die nahe Seitenlinie - wegen Unsportlichkeit Gelb-Rot (93.). Die letzte Möglichkeit von Köppel konnte Rieder sichern (96.). Dann war auch Schluss und die Punkte gehen an die jubelnden Tirolerinnen, die damit sportlich das Abstiegsgespenst abschüttelten. Für die Südburgenländerinnen hingegen geht das Zittern weiter.

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Maximilian Senft (Trainer Südburgenland): "Wir waren in Halbzeit 1 noch nicht am Limit in unserer Performance. Mit einem Jahrhundertschuss - einem "Tausendguldenschuss" sozusagen - gerieten wir in Rückstand. Wir haben aber Moral gezeigt und uns auch einige Chancen erarbeitet, aber es ist uns leider wieder nicht gelungen, daraus Tore zu machen. Ich kann den Mädels wenig vorwerfen. Die Enttäuschung ist jetzt natürlich groß, aber es heißt nach vorne schauen. Wir werden beharrlich weiterarbeiten und nächste Woche haben wir unsere nächste Chance endlich zu punkten und damit die Tabellensituation zu verbessern."

- Endlich einen Sieg durften die Spielerinnen von Südburgenland 1b feiern: Julia Meixner (l.), Julia Heissenberger, Tia Tasic, Marie-Kristin Leitner und Hannah Schöberl
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Verdienter Sieg für die 1b
Besser lief es für das Future League-Team der Südburgenländerinnen. Bereits nach fünf Minuten brachte Marie-Kristin Leitner mit einem sehenswerten Treffer in Führung. Während weitere Offensivaktionen der jungen Truppe von Christian Meixner nicht zum Abschluss kamen, nutzte Emmy Johanna Renberg ein Missverständnis in der Defensive zum glücklichen Ausgleich (14.). Bis zur Pause änderte sich am Punktestand trotz Möglichkeiten von Meixner & Co. nichts.
Während die Südburgenländerinnen ihre Kräfte erneuern konnten, mussten die Innsbruckerinenn, die mit nur zehn Spielerinnen agierten, ohne Wechsel auskommen. Im Finish machte sich die Überlegenheit bezahlt, denn Julia Meixner erzielte den verdienten Siegtreffer zum 2:1 (82.). Damit überholten die Südburgenländerinnen Innsbruck 1b in der Tabelle.
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