11.09.2014, 14:02 Uhr

Bookcrossing mit der Volkshochschule in Oberwart

Das Bookcrossing in Oberwart soll auf Analphabetismus hinweisen.
Oberwart: Hauptplatz | Etwa ein Million erwachsene ÖsterreicherInnen verfügen in den Bereichen Lesen und Schreiben nur über mangelhafte Kenntnisse, die nicht ausreichen, um den Anforderungen unserer Gesellschaft zu entsprechen.
Um auf die Bedeutung des Lesens hinzuweisen, schicken die Burgenländischen Volkshochschulen anlässlich des Weltalphabetisierungstages Bücher auf Reise und fordern seitens des Bundes die weitere Finanzierung der kostenlosen Angebote zu Lesen, Schreiben und Rechnen.
Am Mittwoch, 10. September, fand das sogenannte "Bookcrossing" vorm Rathaus in Oberwart statt. Unter den Besuchern waren u.a. Bgm. Georg Rosner, LA Norbert Sulyok und Gerhard Pongracz, sowie Christa Prets.

Wichtige Basiskompetenz

„Gut Lesen und Schreiben zu können ist in einer schriftbasierten Gesellschaft eine immer wichtiger werdende Basiskompetenz. Lesen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entfaltung der Persönlichkeit und ist ein zentrales Instrument für den Erwerb weiterer Bildung“, so die Vorsitzende des Österreichischen Buchklubs der Jugend, MEP a.D. Christa Prets.
Für sie ist daher klar, dass sie diese BookCrossing-Aktion unterstützt, um damit auf die Wichtigkeit des Lesens aufmerksam zu machen.
„Die Burgenländischen Volkshochschulen haben bereits 2007 mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Sozialfonds eine Initiative zur Alphabetisierung gestartet und Bund und Land haben gemeinsam dafür gesorgt, dass im Burgenland Erwachsene kostenlos Lesen, Schreiben und Rechnen lernen und den Pflichtschulabschluss nachholen können. Nachdem diese Bund-Länder-Vereinbarung zu Jahresende ausläuft, geht es jetzt darum, dass diese verlängert wird und die entsprechenden Gelder auch weiterhin zur Verfügung stehen“, fordert die Geschäftsführerin der Burgenländischen Volkshochschulen und Vorsitzende der Konferenz der Erwachsenenbildung Burgenland, Dr.in Christine Teuschler.

600 Erwachsene

„Bisher haben bei den Burgenländischen Volkshochschulen rund 600 Erwachsene das Alphabetisierungs- und Basisbildungsangebot in Anspruch genommen und mehr als 250 Personen die Lehrgänge zum Hauptschul- bzw. Pflichtschulabschluss besucht. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll die Notwendigkeit, den Betroffenen diese Zweite Chance zu ermöglichen. Wir hoffen daher, dass auch der Bund hier seine Verantwortung ernst nimmt und die Gelder weiterhin so einsetzt, dass auch im Erwachsenenalter die Chance auf grundlegende Bildungsmöglichkeiten gegeben ist“, so Teuschler.
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