04.11.2017, 18:07 Uhr

ÖAMTC-Stichprobe: Zwei Drittel noch mit Sommerreifen unterwegs

Reifenwechseln ist angesagt, denn seit 1. November gilt die situative Winterreifenpflicht. (Foto: ÖAMTC)

Seit 1. November gilt in Österreich die situative Winterreifenpflicht

BGLD. Seit 1. November gilt in Österreich die situative Winterreifenpflicht. Stichproben am 30. und 31. Oktober sowie am 2. November 2017 ergaben, dass erst 28 Prozent aller Fahrzeuge, mit denen an den burgenländischen Stützpunkten eine technische Dienstleistung in Anspruch genommen wurde, mit Winterreifen ausgestattet sind.
Ein ähnliches Ergebnis brachten Beobachtungen auf Supermarkt-Parkplätzen im Burgenland: hier waren bei 30 Prozent aller Fahrzeuge Winterreifen montiert. „Seit 1. November 2017 ist die situative Winterreifenpflicht in Kraft. Diese besagt zwar, dass nur bei winterlichen Straßenverhältnissen Winterreifen montiert sein müssen, dennoch sollte man sich mit dem Umstecken nicht allzu lange Zeit lassen“, empfiehlt Rudolf Leeb, ÖAMTC-Regionalleiter der burgenländischen Stützpunkte.

Oktober bis Ostern

Winterreifen von O bis O – von Oktober bis Ostern – so lautet die Faustregel des ÖAMTC. Beim Reifen umstecken sollte man sich jedenfalls an den Wetterverhältnissen und nicht nur am Kalender orientieren.
„Sommerreifen sind für höhere Temperaturen konzipiert. Ist es sehr kalt, verhärtet sich die Gummi-Mischung und ihr Griff lässt nach. Dadurch verlängert sich der Bremsweg auf nasser und glatter Fahrbahn und auch die Seitenführung in Kurven verschlechtert sich", merkt Leeb an. Die thermoelastischen Gummimischungen von Winterreifen hingegen sind in ihrer Struktur auf die kalte Jahreszeit ausgerichtet.

Profiltiefe 5,3 Millimeter

Bei Unsicherheit sollte man den Radwechsel lieber von einer Fachwerkstätte oder beim Club durchführen lassen. Bei der Montage am ÖAMTC-Stützpunkt wird genau auf Zustand und Funktionstüchtigkeit der Winterreifen geachtet. Im Beobachtungszeitraum lag das Durchschnittsalter der montierten Reifen bei über 5,5 Jahren, die durchschnittliche Profiltiefe bei 5,3 Millimetern. „Sind Risse oder andere Schäden zu erkennen, ist es Zeit für einen Reifen-Neukauf", erklärt der ÖAMTC-Regionalleiter.
„Die Mindestprofiltiefe sollte vier Millimeter nicht unterschreiten. Ist die Profiltiefe bereits zu Beginn der Wintersaison unter 5 Millimeter, machen wir auf die Notwendigkeit eines neuen Reifensatzes aufmerksam. Das ist eine Investition in die eigene Sicherheit, die sich in jedem Fall lohnt.“ Wer vor dem Kauf neuer Autoreifen steht und sich vorab informieren möchte, findet Wissenswertes rund um Reifen sowie den aktuellen ÖAMTC-Winterreifentest unter www.oeamtc.at/tests.
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