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Echte Kunst für wenig Geld

Der Künstler und Organisator Florian Appelt vor der Kunstgalerie "Die Schöne", in der Kuffnergasse 7.
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  • Der Künstler und Organisator Florian Appelt vor der Kunstgalerie "Die Schöne", in der Kuffnergasse 7.
  • hochgeladen von Patricia Hillinger

Jungunternehmer Florian Appelt hat einen Online-Shop für zeitgenössische Kunst entwickelt.

OTTAKRING. Der ambitionierte Wiener Künstler und Jungunternehmer Florian Appelt bringt frischen Wind ins Galerie-Business. "Im März 2018 hatte ich die Idee, einen Online-Shop einzurichten, in dem junge Kunstschaffende wie ich ihre Schöpfungen verkaufen und primär veröffentlichen können", erklärt der kreative Initiator Florian Appelt.

Die Plattform "Kunst ab Hinterhof" (KaH) unterstützt nicht nur die Entwicklung Kunstschaffender, sondern bietet auch Kunstinteressierten mit kleinem Budget die Möglichkeit, sich "echte" Kunst ins Haus zu holen.
Ausgewählte Bilder, darunter auch die Siebdrucke von Appelt, sind bereits ab einem zweistelligen Betrag erhältlich. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 20 und 400 Euro. Der Ausdruck "ab Hof" stammt ursprünglich von landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben, die Frischeprodukte direkt, günstig und unkompliziert an interessierte Endverbraucher verkaufen.

KaH verfolgt das gleiche Prinzip: "Der Kunde sitzt zu Hause gemütlich auf der Couch, schaut sich die Werke auf unserer Website an und wählt nach Größe, Farbe und Preis aus. Bei uns ist jedes Objekt on- sowie offline preislich ausgeschildert", sagt Appelt. Bewusst wird auch auf komplizierte Texte und Fremdwörter bei der Beschreibung der "ausgestellten" Kunstwerke verzichtet.

Nicht an Ort gebunden

"Dank unserer Online-Verkaufsplattform sind wir nicht ortsgebunden. Vor allem hat man hier nicht das Gefühl, dass man jemandem beweisen muss, wie gut man sich mit Kunst auskennt", lächelt der eifrige Organisator. "Das größte Problem für junge Künstler heutzutage ist, dass es so viele von ihnen gibt und dass die Galerien es nicht schaffen, diese Flut an junger Kunst zu präsentieren", fügt Appelt hinzu.

"Uns ist es wichtig, Künstler zusammenzuführen und sie beim Networken zu unterstützen. Wir fördern in erster Linie diejenigen, die versuchen, von ihrer Kunst zu leben", führt Appelt weiter an. Wird ein Werk verkauft, bekommt der Künstler 70 Prozent des Erlöses. 30 Prozent des Verkaufspreises gehen an KaH.

Als zusätzliche Präsentations- und Verkaufsmöglichkeit dient der Schauraum der Kunstgalerie "Die Schöne", der sich in einem Industriebau der Ottakringer Brauerei in der Kuffnergasse 7 befindet. Dort können Kunden die Werke besichtigen und einen Eindruck von ihnen gewinnen. Außerdem hat man die Möglichkeit, bei den ausgeschriebenen Auktionen und Ausstellungen das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern.

Immer auf der Suche

"Wir haben jetzt knapp über 500 Bilder gelagert. Alle zwei Wochen veranstalten wir einen Release-Event, bei dem neu eingetroffene Kunstware gebündelt veröffentlicht wird. Momentan vertreten wir 20 bis 30 Künstler und sind natürlich immer auf der Suche nach neuen Talenten."

Übrigens: „Die Schöne“ ist jeden Donnerstag von 12 bis 17 Uhr und Freitag von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
Web: www.kunstabhinterhof.at

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