Neue Anlaufstelle
Erste Primärversorgungseinheit in Penzing eröffnet
- v.l.: Agnes Streissler-Führer (Landesstellenausschussvorsitzende der ÖGK), Friederike Treberer-Treberspurg (Leitende Ärztin), Johannes Steinhart (Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien), Asmaa Mahmoud (leitende Ärztin), Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ) und Neo-Gesundheitssprecherin, Jing Hu.
- Foto: Matthias Pandrea/Mein Bezirk
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Mit der Eröffnung der ersten Primärversorgungseinheit (PVE) in Penzing wurde ein wichtiger Schritt für die moderne Gesundheitsversorgung im Bezirk gesetzt. In der Linzer Straße 221 können Patientinnen und Patienten ab sofort von einem breiten Beratungsangebot und von längeren Öffnungszeiten profitieren.
WIEN/PENZING. Das Warten auf einen Arzttermin gehört für viele Wienerinnen und Wiener zum Alltag. Die neue Primärversorgungseinheit (PVE) soll nun für Entlastung für alle Penzingerinnen und Penzinger sorgen. Im vierten Stock des Gebäudes in der Linzer Straße 221 wurde am Mittwoch, 22. April, die erste PVE im 14. Bezirk offiziell eröffnet. Auch MeinBezirk war vor Ort und konnte sich ein Bild von der neuen Einrichtung machen.
Auf rund 540 Quadratmetern entstanden insgesamt neun Ordinationsräume, ein eigener Wundraum sowie zusätzliche Bereiche für Diabetes- und Ernährungsberatung. Das Angebot reicht von Vorsorgeuntersuchungen über Wundmanagement bis hin zur Betreuung chronischer Erkrankungen.
Mehr Zeit für individuelle Betreuung
Künftig arbeiten hier Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner eng mit Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen zusammen – darunter Pflege, Diätologie, Psychotherapie und Sozialarbeit. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das im Idealfall kurze Wege, abgestimmte Betreuung und deutlich längere Öffnungszeiten.
Geleitet wird die Einrichtung von den Allgemeinmedizinerinnen Friederike Treberer-Treberspurg und Asmaa Mahmoud. „Unser Ziel ist es, Medizin umfassend zu denken und Patientinnen und Patienten bestmöglich durch den Alltag zu begleiten. Die Arbeit im Team ermöglicht es uns, mehr Zeit für die individuelle Betreuung zu haben und unterschiedliche Kompetenzen zu bündeln“, erklären die beiden leitenden Ärztinnen.
"Großartiger Zugewinn"
Die drei Kassenplanstellen für Allgemeinmedizin stellen eine Ergänzung zur klassischen Einzelordination dar und sollen so den steigenden Bedarf an Kassenstellen im Bezirk abfedern. Außerdem verspricht die Einrichtung mit ihrem interdisziplinären Ansatz, eine Anlaufstelle für Menschen jeden Alters zu sein – ohne Urlaubssperren und mit erweiterten Öffnungszeiten.
Auch Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ) zeigt sich erfreut: „Die neue Primärversorgungseinheit mitten in Penzing ist ein großartiger Zugewinn für die Gesundheitsversorgung der Penzingerinnen. Mein Dank gilt vor allem den beiden motivierten Ärztinnen, welche die PVE aufgebaut haben." Der Standort sei gut gewählt für den Bezirk und optimal öffentlich erreichbar. Mit der neuen PVE werde die kostenlose medizinische Versorgung für alle Penzingerinnen und Penzinger weiter ausgebaut.
Ausbau bis 2030 geplant
Primärversorgungseinheiten gelten aus Sicht der Österreichischen Gesundheitskasse als wichtiger Baustein für die medizinische Versorgung der Zukunft. „Sie ermöglichen eine enge Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe und schaffen damit sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Ärztinnen und Ärzte große Vorteile“, betont die Landesstellenausschussvorsitzende der ÖGK in Wien, Agnes Streissler-Führer.
- Die PVE Penzing Zentrum für Allgemeinmedizin ist seit Anfang April in Betrieb. Hier soll Patientinnen und Patienten künftig eine umfassende allgemeinmedizinische Betreuung geboten werden.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
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Auch von ärztlicher Seite wird der Ausbau der medizinischen Versorgung begrüßt. „Gerade in einer Großstadt wie Wien ist eine starke Primärversorgung unverzichtbar. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Versorgungsformen ist der Schlüssel für die hochwertige, wohnortnahe hausärztliche und familienmedizinische Gesundheitsversorgung“, sagt Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien.
Bisher wurden in Wien 39 Primärversorgungseinheiten etabliert, sowie neun weitere speziell für Kinder. Noch heuer sollen weitere Standorte in der Leopoldstadt, Ottakring und Hernals folgen. Langfristig sieht der regionale Strukturplan 2030 den Ausbau auf mindestens 80 PVEs vor.
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