Von Generation zu Generation
"Kirchert" verkauft Modelle seit 60 Jahren

- Gerd und Gerold Kirchert (v.l.) in ihrem liebevoll gestalteten Modellbaugeschäft in der Linzer Straße 65.
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Gerd Kirchert hat eine große Leidenschaft: das Modellbauen. Seit 1964 verkauft er alles, was dazugehört.
WIEN/PENZING/RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Es war einmal ein winzig kleines, nicht gerade ansehnliches Sportgeschäft in der Linzer Straße 28. Die Besitzerin, Frau Schlächter, eine alte Dame, die viele Jahre in ihren Beruf gesteckt hatte, wollte ihr geliebtes Geschäft nur an ein verheiratetes Paar übergeben.
Und hier fängt die Geschichte an: Im Jänner 1964 heirateten Gerlinde und Gerd Kirchert, um dieses kleine Sportgeschäft samt Wohnung im 14. Bezirk zu übernehmen. "Dass daraus einmal ein Familienbetrieb mit 58-jähriger Tradition werden würde und wir uns heute das älteste Modellbaugeschäft in Wien nennen können, hätte keiner gedacht", so Kirchert.

- Die zahlreichen Flugzeuge, die das Geschäft zieren wurden von Gerold und Gerd selbst angefertigt.
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Eine einzigartige Sammlung
Gleich zu Beginn wurde eine kleine Modellbau-Abteilung eingerichtet, damit die Modellbaugruppe, in der Gerd bis heute Mitglied ist, jederzeit Zugriff auf Holzleisten und anderes Zubehör hatte. "In kürzester Zeit boomte das Geschäft und schon im Jahr 1966 übersiedelten wir in die Linzer Straße 61." 1977 ging es dann weiter an den heutigen Standort in die Linzer Straße 65. Dort werden seither eigene Modelle hergestellt und europaweit verkauft.
"Wir wollen mit unseren Produkten in erster Linie den richtigen Modellbau in seiner Vielfalt fördern. Nachhaltig bauen lernen, verstehen, wie alles funktioniert, und ein paar Holzleisten zum Leben erwecken", führt Kirchert fort. Besonders wichtig ist dem Familienbetrieb, dass Kinder und Jugendliche den Modellbau von klein auf erlernen. Von Beginn an sammelte Gerd Baupläne und Zeitschriften aus dem Modellbau. Dadurch ist ein sehr großes und in Österreich wahrscheinlich einzigartiges Bauplanarchiv entstanden. Gerd pflegt dieses bis heute mit großer Sorgfalt.

- Mit dem Laser können poröse, fasrige oder weiche Werkstoffe bearbeitet werden. Der Laser verbrennt im Prinzip das Material. Deshalb entstehen an den Schnittkanten bei einigen Materialien Verfärbungen.
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2004 übergab er dann seinem Sohn Gerold das Familienunternehmen. "Heute zählt unser Unternehmen zu den Institutionen im Modellbau-Sektor in Österreich", zeigt sich Gerold stolz. Seit Weihnachten 2008 setzt er zusätzlich individuelle Kundenentwürfe dank Lasertechnik rasch und unkompliziert in die Realität um. "Damit ersparen wir vielen unserer Kunden die Laubsägerei. Eigene Entwürfe können so präzise wie aus einem Baukasten gebaut werden."

- Bei Kirchert bekommt man alles was man zum Modellbauen braucht. Farben, Werkzeug und die unterschiedlichsten Modelle.
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Mit Fischertechnik fand Kirchert im Jahr 2000 einen Partner, der zwar nichts mit Holz und Modellbau im klassischen Sinn zu tun hat, aber mit diesen Modellen das Verständnis für Technik auf spielerische Weise an die Kids weitergibt.

- Das Geschäft ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr geöffnet sowie am Samstag von 8 bis 12 Uhr.
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"Sehr oft hören wir: ’Das hab ich als Kind mit meinem Papa gemacht und jetzt will ich es meinen Kindern weitergeben.‘ Man macht etwas gemeinsam, oft sogar über zwei Generationen hinweg", so Gerold. Er ist überzeugt, dass der Modellbau den Zusammenhalt fördert. "Bei uns zu Hause trifft dies auf jeden Fall zu. Uns kann man auch nach 58 Jahren eine riesige Freude machen, wenn wieder ein neues Modell ausgepackt wird."
Mehr zu Modellbau Kirchert unter www.kirchert.at





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