Radiologische Praxis
Endlich wird wieder "gestrahlt"

Bgm. Peter Padourek, Radiologe Dr. Johannes Georg Vogler und Tauernklinikum Geschäftsführer Franz Öller
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ZELL AM SEE. "Gut dass es euch wieder gibt", freuten sich heute die ersten Patienten in der ehemaligen Ordination von Dr. Siegfried Silli. Sie wurden empfangen von Karin Schmid und Gabi Millinger, die beide bereits für Dr. Silli gearbeitet haben.  

Gesundheits- und Spitalsreferent Christian Stöckl ist persönlich nach Zell am See gekommen, um die gute Nachricht zu verkünden. Es gibt eine Lösung für die radiologische Versorgung: Dr. Johannes Georg Vogler ist ab sofort am ehemaligen Standort der Ordination Silli als Wahlfacharzt für Radiologie tätig. "Das ist ein wichtiger Schritt. Wir sind froh, dass hier so unbürokratisch und schnell geholfen werden konnte", meinte Bürgermeister Peter Padourek. 

"Emotionen heraushalten"

Pensionist Vogler hat 35 Jahre lang in Saalfelden eine Praxis geführt und ist bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, "um die Patienten nicht im Stich zu lassen", wie er sagte. Er ist einer der wenigen, die dafür in Frage kommen, da er auch die Zusatzausbildung Mammographie hat. "Obwohl es zu Hause im Lehnstuhl bequemer wäre", fügte der Held des Tages hinzu. Und obwohl er seitens der Ärztekammer bedroht worden sei, da diese einen eigenen Wahlarzt stellen wolle. "Ich ersuche das Land um Unterstützung bei diesen Rivalitäten", so Vogler. Stöckl plädierte dafür, "die Emotionen herauszunehmen." "Wir können uns keine Rivalitäten leisten, welcher Wahlarzt diese Aufgabe erfüllt. Wir müssen Dr. Vogler dankbar sein, dass er sich zur Verfügung gestellt hat", erklärte der Gesundheitsreferent. 

Die Ärztekammer will sich die Kassenstelle für die Radiologie, die 2014 an das Tauernklinikum ging, zurückholen und hat ebenfalls einen Antrag auf ein Ambulatorium in Thumersbach gestellt. Wie berichtet musste auch das Tauernklinikum aus rechtlichen Gründen einen Antrag stellen und konnte darum die Ordination, die es von Dr. Silli übernommen hat, nicht wie geplant am 3. Oktober aufsperren. Das Tauernklinikum hat nun um die Bewilligung angesucht, die Ordination als "Digitales Diagnostik Ambulatorium" zu führen. 

Keine langen Wartezeiten

Bis diese Verfahren geklärt sind, ist die radiologische Versorgung vorläufig gesichert. Es werden die gleichen Leistungen wie früher bei Dr. Sili angeboten. "Röntgen, Ultraschall, akute Mammographie...das kleine 1x1 ist voll abgedeckt", so Dr. Vogler. Er hat zugesichert, Akutpatienten sofort oder am darauffolgenden Werktag radiologisch zu versorgen. Bei Standarduntersuchungen nach Terminvereinbarung wird die Wartezeit maximal sechs Wochen betragen. Sollte es erforderlich sein, ist Dr. Silli weiterhin bereit, unentgeltlich auszuhelfen. Das Tauernklinikum unterstützt die Ordination bei den bürokratischen Angelegenheiten und stellt Ressourcen zur Verfügung. Geschäftsführer Franz Öller zeigte sich erfreut, dass nun eine so kurzfristig eine vorübergehende Lösung im Sinne der Patienten gefunden wurde.  "Ich hoffe auf Unterstützung des Landes, dass auch eine nachhaltige Lösung erreicht wird", so Öller .

Runder Tisch

Als Serviceleistung für die Patienten übernimmt das Tauernklinikum vorerst auch die Abrechnung mit der Gebietskrankenkasse. Wenn Ärztekammer und GKK sich einigen, besteht die Möglichkeit einer kassenradiologischen Versorgung. Stöckl appellierte an beide Institutionen, rasch ein Direktverrechnungsabkommen mit der Ordination abzuschließen. „Ich halte es für höchst angebracht, dass Gebietskrankenkasse und Ärztekammer angesichts der angespannten Situation so flexibel sind, rasch eine kassenradiologische Versorgung der Patientinnen und Patienten zu ermöglichen," so Stöckl. Ein dauerhafte Lösung soll ein Runder Tisch bringen, zu dem Christian Stöckl alle Beteiligten für nächste Woche eingeladen hat.

Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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