24.10.2016, 13:39 Uhr

Kommt ein Gipfelkreuz geflogen

Gipfelkreuz auf der Bockhartscharte (Foto: AV Rauris)

Die Bockhartscharte 2.261m (Pochkar Scharte) hat ein Gipfelkreuz bekommen

RAURIS. Wie wird eine Idee geboren, ein neues Gipfelkreuz aufzustellen? Alois Wimmer machte mit seinen zwei Enkeltöchtern eine Wanderung auf die Scharte, und da lag ein Holzkreuz, das 1959 von den Almleuten als Wetterkreuz aufgestellt wurde. Zur Verwunderung der Mädels fragte sie der Opa, ob man da nicht ein neues aufstellen könnte.

Lois meldete sich bei mir (Alpenverein Rauris) und fragte an, ob er ein neues Gipfelkreuz aufstellen dürfe. Meine Antwort war: „Da wird sich schon was machen lassen.“ Anschließende Vorgespräche mit Burgsteiner Schurl und Eberharter Ernst waren sehr aufschlussreich, man lernte den Rechtsweg kennen. Lois hat daraufhin in seiner Firma, Hartstahl Wimmer, ein ganz besonderes Edelstahlkreuz entworfen.
Nun tauchte die Frage auf: „Wer wird unser Bautrupp? Da müssen die Jungen anpacken!“ Zum Glück war sofort eine Topmannschaft rund um Günther Eberharter mit seinen Freunden zu begeistern. Und sie haben die Arbeit sehr genau genommen und bestens durchgeführt.

Am Samstag, 22. Oktober 2016 war es so weit. Über fünfzig Winterwanderer fanden sich am Parkplatz Lenzanger ein. Hart war der Aufstieg, hatte es doch um die 40 Zentimeter Neuschnee gemacht. Auf einmal hörte man den Hubschrauber und das Kreuz kam aus dem tiefblauen Himmel mit dem Ritterkopf im Hintergrund angeflogen. Blitzschnell war es montiert und schon stand es da.

Ellmauer Peter weihte das neue Kreuz mit einer sehr besinnlichen Andacht ein. Auch meinte er: „Am Berg singen alle, denn der sehr starke Wind fügt den Gesang zu einer ganz besonderen Melodie zusammen.“ Nach dem Abstieg wurden alle von der Familie Wimmer im Gasthof Bodenhaus zum Essen eingeladen. Es war für alle Mitfeiernden ein ganz besonderer Tag, denn es wird nicht so schnell wieder jemand sagen: „Wie wäre es mit einem neuen Gipfelkreuz?“

Text: Gerlinde Eidenhammer



Meine Gedanken:
Welch ein Freiheitsgefühl hier heroben stehen zu dürfen -
jeder Blick mit dem Längsschenkel geerdet und gehimmelt -
mit dem Querschenkel die grandiose Bergwelt und die Weite des
Horizonts zu erkennen -
mit dem Blick durch das Kreuz den christlichen Glauben zu finden -
Berg Heil, der Spruch, der uns immer begleiten soll.
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