12.06.2017, 16:43 Uhr

Leistungen im Öffentlichen Verkehr verbessern

Die Busfahrpläne müssen attraktiver werden
PINZGAU. Die Fahrgastinitiative Pinzgau meldet sich wieder zu Wort und erinnert an ihre Forderung nach einem landesweit gültigen Jahresticket um 365 Euro. Im Zentralraum Salzburg sei das Angebot des Öffentlichen Verkehrs viel günstiger und attraktiver als Innergebirg. "Wir sind alle Steuerzahler, daher fordern wir auch die gleichen Leistungen", erklärt Gabi Ruetz Vorsitzende der Fahrgastinitiative.

Extremes Ungleichgewicht

"Es kann nicht sein, dass ein Pinzgauer, der in Salzburg arbeitet, so viel mehr bezahlt, wenn er mit einem öffentlichen Verkehrsmittel fährt" fügt sie hinzu. Derzeit herrsche ein extremes Ungleichgewicht zwischen Städtern und der Landbevölkerung. "Unser Ziel ist weiterhin ein Ticket um 365 Euro, aber wenn das politisch und finanziell nicht umsetzbar ist, sollte ein Landesticket um 730 Euro eingeführt werden", so Ruetz. Derzeit koste eine Jahreskarte von Zell am See nach Salzburg 1.550 Euro. Man habe genau ausgerechnet, dass 730 Euro durchsetzbar seien und dies würde für Pendler eine erhebliche Ersparnis bedeuten. Das von Landesrat Hans Mayr geplante Seniorenticket solle nicht nur für alle Senioren ab 60 Jahren, sondern auch für Bezieher einer Berufsunfähigkeitspension gelten.

Angebot attraktiver machen
Ruetz spricht aber nicht nur die hohen Preise an, in ihren Augen sind auch die überlangen Fahrzeiten nach Salzburg ein Hindernis um Öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. "Die Fahrt mit dem Bus nach Salzburg dauert 1 Stunde 40 Minuten. Auch hier besteht Handlungsbedarf", zeigt sie auf. Es sei notwendig, einige Schnellkurse auf dieser Strecke einzurichten, die nur an größeren Ortschaften halten würden. Zudem weist Ruetz darauf hin, dass in den Sommermonaten viele Kurse gestrichen würden, obwohl der Pinzgau eine Tourismusregion ist. "Die Angebote müssen so gestaltet werden, dass öffentliche Verkehrsmittel auch angenommen werden. Ziel muss es ja sein, den Individualverkehr zu entlasten", führt Gabi Ruetz aus. "Immerhin zahlen wir in den Bezirken auch die gleiche Steuer und wollen dafür auch eine entsprechende Leistung bekommen."

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