04.11.2016, 15:41 Uhr

Zukunftsgespräch in Kaprun

Bgm. Manfred Gaßner im Bürgergespräch (Foto: SPÖ)
KAPRUN. Unter dem Motto „Zukunftsgespräch“ hielt die SPÖ-Kaprun am 3. November eine öffentliche Veranstaltung im Gasthof Mitteregger ab. Im Zentrum standen dabei wichtige ortspolitische Themen. Bürgermeister Manfred Gaßner: „Wir informieren über wichtige Projekte und wollen hören, wo bei den Leuten der Schuh drückt!“

Über 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und beteiligten sich angeregt an der Diskussion mit Bgm. Manfred Gaßner über die Wirtschaft in Kaprun, den geplanten Zusammenschluss von Kitzsteinhorn und Maiskogel, die Generalsanierung des Gemeindeamtes, den Jugendtreff, die Verkehrssituation in Kaprun und vieles mehr. Darüber hinaus informierte auch Abg. z. Nationalrat Walter Bacher über wichtige überregionale Themen wie etwa Verkehrssituation und die Gesundheitsversorgung im Pinzgau.

Tourismus ist größter Arbeitgeber


Der Tourismus in Kaprun konnte von Mai bis September 2016 ein Plus an Nächtigungen in Höhe von 5,81 Prozent verzeichnen. Das entspricht einer Steigerung um 21.688 Nächtigungen im Vergleich zum Jahr 2015 in eben diesem Zeitraum. „Ich gratuliere den Kapruner Betrieben zu diesem hervorragenden Ergebnis. Durch die Einnahmen aus diesem Bereich kann sich die Gemeinde den hohen Standard bei der Infrastruktur – wie z. B. Seniorenwohnhaus, Haus der Kinder, Jugendtreff etc. - leisten“, dankt Bgm. Manfred Gaßner. „Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ist leider eine Erweiterung bzw. die Schaffung eines neuen Gewerbegebietes sehr schwierig“, geht Gaßner auf diesbezügliche Fragen der Anwesenden ein.

Skiverbindung in greifbarer Nähe


Seit über 30 Jahren wird an einer Skiverbindung zwischen Maiskogel und Kitzsteinhorn gearbeitet. Nun sind die Pläne für eine Fusionierung der beiden Liftgesellschaften Gletscherbahnen AG und Maiskogel Betrieb AG sehr weit vorangeschritten. „Die Behörden signalisieren ebenfalls eine positive Stimmung in diese Richtung. Der Zusammenschluss wäre eine Bereicherung für Kaprun und die gesamte Region. In der Gemeinde stehen alle Fraktionen dem Zusammenschluss positiv gegenüber“, informiert Bürgermeister Gaßner und dankt allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit.

Generalsanierung Gemeindehaus


„Geplant ist auch eine Generalsanierung des Gemeindeamtes. Im Zentrum dabei steht die Barrierefreiheit im gesamten Gebäude, dadurch soll das Amt noch kundenfreundlicher werden. Außerdem wird mehr Platz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen“, umreißt der Bürgermeister die künftigen Maßnahmen. Der Beginn der Sanierungsmaßnahmen ist für Frühjahr 2017 geplant.

Im Zuge der Sanierung werden auch die Räumlichkeiten der Polizei entsprechend adaptiert, die im gleichen Haus untergebracht ist. „Mit moderner Technik und entsprechendem Umfeld wollen wir auch hier einen weiteren Beitrag zur Sicherheit in unserer Gemeinde leisten“, so Bgm. Manfred Gaßner.

Jugendtreff YOLO übersiedelt



Der „Jugendtreff YOLO“ übersiedelt vom derzeitigen Standort im Gemeindeamt in den Kindergarten 2. Eine Nutzungsfläche von 160 m² sowie eine große Grünfläche werden zur Verfügung gestellt. „Uns ist wichtig, dass sich die Jugendlichen wohl fühlen. Immerhin besuchen über 40 junge Leute den Jugendtreff. Der Altersschnitt liegt bei 12 – 16 Jahren“, bedankt sich Bgm. Gaßner bei Elke Mayer, den Jugendbetreuern der Kinderfreunde und Obfrau Misha Hollaus.

„Der neue Standort war nur eine Option. Es kamen mehrere Häuser bzw. Räume infrage, jedoch war die Entscheidung für den Kindergarten 2 eindeutig. Einerseits sind keine aufwendigen Bauarbeiten notwendig und andererseits ist die enorme Grünfläche für die Jugendlichen ein Traum“, ist Obfrau Misha Hollaus begeistert. „Dass die Jugendlichen ein eigenes Haus nutzen können, ist im Bundesland Salzburg sicher einzigartig und legt wieder klar dar, dass unsere Gemeinde auf die Jugend baut und ihnen was bieten möchte“, zeigen sich Obfrau Hollaus und Bgm. Gaßner erfreut.

Verkehr und Gesundheitsversorgung


Abg.z.NR Walter Bacher umriss die wichtigsten bezirksweiten Themen, die die Anwesenden unter den Nägeln brannten:

„Um die Verkehrssituation im Bezirk in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, ein Maßnahmenbündel zu schnüren“, ist Walter Bacher überzeugt und macht einige Vorschläge dafür: „Die Railjet-Verbindung hat die Situation zwar schon verbessert – dennoch halte ich es für sinnvoll, eine S-Bahn Pinzgau von Schwarzach bis Saalfelden zu führen. Außerdem schlage ich die Zusammenlegung der Verkehrsverbünde vor. In diesem Zuge würde ein Jahresticket um 365 Euro die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel enorm steigern“, ist Bacher überzeugt und weist darauf hin, dass eine Jahreskarte z. B. von Mittersill nach Zell am See 1.040 Euro kostet und dann eine Fahrt nach Kaprun noch separat bezahlt werden muss.

„Die flächendeckende Gesundheitsversorgung muss im ganzen Bezirk gesichert und auch ausgebaut werden. Eine Aufstockung der Dialysebetten im Tauernklinikum Zell am See wäre eine großartige Verbesserung der Versorgung. Außerdem werden wir uns dafür einsetzen, dass auch am Standort Mittersill Schlaganfall-Untersuchungen durchgeführt werden können. Gerade bei Schlaganfällen ist Zeit ein wichtiger Faktor. Deshalb wäre das ein enormer Gewinn für die Oberpinzgauer Bevölkerung“, fasst Bacher zusammen.

Hohe Mieten und Verkehrssituation


Zahlreiche Diskussionsbeiträge betrafen die hohen Mietpreise. „Mit ein bis zwei Mieterhöhungen pro Jahr wird Wohnen immer teurer und kaum mehr leistbar“, so der Tenor. Außerdem wurde einmal mehr die Verkehrssituation angesprochen – vor allem die hohen Tarife und die unattraktiven Verbindungen bei den Öffentlichen Verkehrsmitteln stoßen auf Kritik.

Intensiver Austausch


„Ziel dieser Veranstaltung war es, einerseits über wichtige ortspolitische Themen zu informieren und andererseits zu hören, wo die Leute der Schuh drückt“, resümiert Bgm. Manfred Gaßner. „Es freut mich, dass so viele der Einladung gefolgt sind und sich auch rege an der Diskussion beteiligt haben. Wir nehmen viele Anregungen für unsere Arbeit mit“, so Gaßner abschließend.

Text: SPÖ
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