10 Diebstähle zu beklagen

Bezirkspolizeikommandant und Einsatzleiter aller Wintersportgroßveranstaltungen im Pongau, Josef Nothdurfter beim Überprüfen des Nachtslalom-Zusehers Gert Adler.
  • Bezirkspolizeikommandant und Einsatzleiter aller Wintersportgroßveranstaltungen im Pongau, Josef Nothdurfter beim Überprüfen des Nachtslalom-Zusehers Gert Adler.
  • Foto: Peter Wieland
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Die Einsatzleiter der Polizei und des Roten Kreuzes berichten über ihre Erfahrungen bei den Pongauer Wintersport-großveranstaltungen. Welche Lehren zieht man für das nächste Jahr?

ALTENMARKT/ZAUCHENSEE, BISCHOFSHOFEN, FLACHAU (jb). Da war die Hölle los im Pongau. Innerhalb kürzester Zeit folgte ein Großevent dem nächsten. Gefordert waren auch die Einsatzkräfte, bei den in Summe rund 50.000 Besuchern, nicht den Überblick zu verlieren. Im Gespräch berichten die Einsatzleiter des Roten Kreuzes und der Polizei, welche und wie viele Vorfälle es gab und über die Lehren, die für die kommenden Jahre daraus gezogen werden sollten.

Am ereignisreichsten ging das Dreikönigsspringen mit ca. 30.000 Besuchern in Bischofshofen über die Bühne. Trotz der großen Menschenzahl war das Rote Kreuz nicht überfordert. Einsatzleiter Franz Neuhauser berichtet: „Wir hatten insgesamt 25 Versorgungen. Davon waren ein paar Verletzte aufgrund von Stürzen, einige mit Kreislaufproblemen, zurückzuführen auf die Kälte, und weitere zwei alkoholisierte Personen zu versorgen. Nur zwei der insgesamt 25 Personen mussten ins Krankenhaus Schwarzach abtransportiert werden. Mehr Probleme mit dem Alkohol gab es erst nach der eigentlichen Sprung-Veranstaltung.“ Dass aber auch diese zurückzugehen scheinen, berichten diensthabende Ärzte im KH Schwarzach: „Das Dreikönigsspringen verlief eher ruhig. Auch die eingelieferten Patienten mit starker Alkoholisierung sind in Bischofshofen rückläufig.“

Geldtaschen-Diebesgruppe
Von etwas mehr Einsätzen in der „Skisprungstadt“ berichtet die Polizei mit Einsatzleiter und Bezirkspolizeikommandant Josef Nothdurfter: „Die anwesenden Beamten nahmen drei Raufereien, eine Sachbeschädigung, zwei aggressive Zuseher, sowie zwei Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz auf. Stärker zu beklagen sind die zehn Geldtaschendiebstähle, die wahrscheinlich gezielt von einer ‚Diebesgruppe‘ durchgeführt worden sind. Bei den folgenden Veranstaltungen in Flachau und Altenmarkt-Zauchensee, bei denen wir auf ‚Taschendiebe‘ vorbereitet gewesen wären, hat es keinen einzigen Diebstahl gegeben.“

Änderungswürdig
Änderungen soll es im folgenden Jahr beim „Zuseherleitsystem“ geben: „Wir hatten Probleme beim Abströmen der Gäste. Im nächsten Jahr sollen die Massen vom Ort aus über den Gainfeldweg auf die Kanten geleitet werden“, erklärt Nothdurfter, „dort standen vergleichsweise wenig Zuseher, während sonst ein starkes Gedränge entstand.“ Ebenfalls zufrieden ist der Bezirkspolizeikommandant mit den beiden anderen Sportveranstaltungen: „Weder in Altenmarkt-Zauchensee, noch in Flachau musste die Polizei eingreifen. Verbesserungswürdig scheint jedoch das Verkehrskonzept in Flachau, wo es Probleme mit den Zufahrtsberechtigungen gab.“ Auch das Rote Kreuz ist zufrieden, so Einsatzleiter Flachau, Gottfried Mayr: „Wir hatten insgesamt vier Versorgungen – z.B. rutschte ein Besucher aus und verletzte sich und ein Erkrankter ließ sich untersuchen.“ Markus Moser, Einsatzleiter in Altenmarkt-Zauchensee berichtet über eine ähnlich ruhige Veranstaltung: „Wir hatten nur zwei Versorgungen zu tätigen. Mit 12 Leuten pro Tag waren wir absolut ausreichend gerüstet.“

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Autor:

Julia Hettegger aus Salzburg

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