Waldkindergarten Gablitz
Wie Kinder in der Natur lernen und gedeihen
- Immer im Wald: die "Draußenkinder" in Gablitz
- Foto: Bianca Schaufler / Waldkindergarten Gablitz
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Zum "Internationalen Tag des Waldes" (21. März) erkunden wir das Konzept des Waldkindergartens in Gablitz. Denn hier gilt: Der Wald und die Natur bieten Kindern alles, was sie zum Spielen, Entdecken und Lernen brauchen.
GABLITZ. Über einen versteckten Schotterweg, vorbei an einem "Achtung Kinder"-Schild gelangt man ins Kinder-Paradies. Okay, zuerst noch auf einen Schotterparkplatz. Der Blick schweift über einen blauen Container mit Schornstein, eine Sitzgarnitur, die auf Leben hinweist. Davor wuchern Pflanzen, die höher als der Holzzaun sind. Im Hintergrund ein sanfter Anstieg in den Wald.
- Im Gespräch mit Bianca Schaufler (Gründerin) und Martha Zilka (Pädagogin)
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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Bianca Schaufler begrüßt uns freundlich: "Willkommen im Waldkindergarten". Inspiriert von den skandinavischen Kindergärten gründeten Bianca und Dominik Schauffler im Jahr 2020 die Tagesbetreuungseinrichtung "Draußenkinder Wienerwald". Der Name ist Konzept. Hier sind die Kleinen zu jeder Witterung im Wald.
Selbst denken statt berieseln lassen
Der pädagogische Fokus liegt auf dem "freien Spielen", damit die Kleinen kreativ werden. "Es ist oft leichter, ein Angebot zu setzen, damit die Kinder beschäftigt sind. Denn beschäftigte Kinder sind brave Kinder. Werden sie selbst kreativ, muss man sie begleiten", sagt Martha Zilka. Sie ist eine von drei Pädagoginnen im Waldkindergarten. Und sieht Kreativität als eine der wichtigsten Fähigkeiten, die wir in unserer heutigen Welt brauchen. "Wir müssen selbst denken und agieren können, statt sich von der Künstlichen Intelligenz alles abnehmen zu lassen und sich nur berieseln zu lassen", sagt Zilka. "Bewusst gesetzte Freiräume führen dazu, dass sich die Kinder als Person erleben und behaupten müssen."
- Entdecken, erkunden, lernen – die Natur als Lehrer
- Foto: Bianca Schaufler / Waldkindergarten Gablitz
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Neben der eigenständigen Entdeckungstour werden die Kinder auch an der Hand genommen. Wie in anderen Einrichtungen wird gesungen, gebastelt, erforscht und Geschichten gelauscht. Saisonale Themen geben Struktur. Im täglichen Morgenkreis werden die Bildungsziele abgedeckt – kombiniert mit der Montessori-Pädagogik. Das verpflichtende Kindergartenjahr kann hier absolviert werden.
Lernen in der Natur
"Die Natur ist dabei der dritte Erzieher", sagt die Pädagogin. Man muss sich etwa den Witterungsbedingungen anpassen. Sich überlegen, was man an kühleren Tagen macht – bewegen, wärmer anziehen, einheizen. Wird das Problem gelöst, wachsen die Kleinen daran. Sie lernen, was einem guttut und was gar nicht gefällt. Auch der Bezug zur Natur wird gestärkt, bevor die Schulzeit überwiegend drinnen verbracht wird. Sie erleben die Jahreszeiten, entdecken die Tiere und Pflanzen des Waldes. Lernen, sie zu respektieren und zu schätzen.
- Die Tiere des Waldes werden nicht durch ein Buch, sondern in der Natur kennengelernt
- Foto: Bianca Schaufler / Waldkindergarten Gablitz
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Dazu die Bewegung – eine der wichtigsten Aspekte bei der Gehirnentwicklung. Durch das Draußensein werden die Kinder ruhiger, ausgeglichener, gesünder, erzählt die Gründerin. Bianca und Dominik Schaufler wollten das für ihre eigenen Kinder. Weshalb sie das skandinavische Konzept in Gablitz verwirklichten und seit sechs Jahren umsetzen.
Willkommen im Waldkindergarten.
- Die "Draußenkinder" haben ein besseres Immunsystem und entwickeln weniger Allergien
- Foto: Bianca Schaufler / Waldkindergarten Gablitz
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