22.03.2016, 15:15 Uhr

Die Eiche – Der Baum des Jahres hat Charakter

Das Weingut Stadlmann setzt bereits auf Eiche aus dem Biosphärenpark-Wienerwald. (Foto: Weingut_Stadlmann)

Eichenfässer aus dem Biosphärenpark Wienerwald sind Favoriten der heimischen Winzer.

REGION PURKERSDORF (red). Die Eiche, der Baum des Jahres, steckt voller Überraschungen. Die Wienerwald-Eiche ist in der Weinproduktion der Biosphärenpark-Region zunehmend am Vormarsch. Die hohe Qualität, Feinporigkeit und Beständigkeit der Wienerwald-Eiche macht diese regionale Baumart zum idealen Partner für die regionalen Fassbinder und Winzer. So reifen mittlerweile zahlreiche Weine aus der Region in Eichenfässern aus dem Biosphärenpark heran.

Wienerwald Eiche: Regionales Holz mit köstlichem Charakter

Das beste Material stammt meist aus der Region. So sind – neben der im Wienerwald dominierenden Buche – auch Eichen im Biosphärenpark Wienerwald häufig zu finden. Immerhin nehmen Eichenwälder rund 5 % der Waldfläche ein. Das Holz der Eiche eignet sich besonders gut für die Weiterverarbeitung, da es sehr fest, feinporig und beständig ist. Jeder Wald hat einen eigenen Charakter. So erweist sich die Eiche aus dem Wienerwald zunehmend als idealer Partner für die Reifung der hochwertigen Weine aus dem Wienerwald.
Bewiesen hat dies die HBLA und BA Klosterneuburg. Seit mehreren Jahren wird dort an der Aromatik verschiedenster Eichenholzfässer geforscht. Dazu wurden die hauseigenen sowie die Weine des Stifts Klosterneuburg in verschiedenen Eichenholzfässern veredelt. Sowohl bei chemischen Analysen als auch bei Blindverkostungen hat sich das Eichenfass aus dem Biosphärenpark Wienerwald besonders positiv hervorgehoben. Weinliebhaber können den Einfluss von französischer, amerikanischer und Wienerwald Eiche auf denselben Wein erschmecken.

Eichenfässer aus dem Wienerwald auf Siegeszug

Die Wienerwald Eiche ist in der Weinproduktion der Biosphärenpark-Region zunehmend am Vormarsch. Während Klosterneuburger Betriebe wie das Chorherrenstift, die HBLA und BA und Weinbau Pötsch in Klosterneuburg derzeit die Fässer vorwiegend für Rotweine nutzen, reifen in der Wienerwald Thermenregion zum Teil auch Weißweine darin heran. Verkosten können Sie die edlen Tropfen aus und im Biosphärenpark Wienerwald bei den Weingütern Pferschy-Seper aus Mödling, Stadlmann und Piriwe aus Traiskirchen, Johanneshof Reinisch aus Tattendorf und Weingut Hecher aus Bad Vöslau. Viele weitere Betriebe haben bereits ihr Interesse bekundet.

Regionalität als Beitrag zur Nachhaltigkeit

Die vielfältige Weinbaulandschaft und traditionsreiche Weinproduktion des Wienerwaldes war für die UNESCO ein wesentlicher Grund für die Auszeichnung dieser Region zum Biosphärenpark. Diese Vielfalt und Tradition zu erhalten und zu pflegen ist einer der Aufträge des Biosphärenpark Wienerwald. „Getreu dem Motto ‚Schützen durch Nützen‘, können wir durch die Verwendung regionaler Produkte nicht nur die Kulturlandschaft im Biosphärenpark Wienerwald erhalten, sondern auch die regionale Wirtschaft stärken und damit einen Beitrag zur gelebten Nachhaltigkeit leisten“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer des Biosphärenpark Wienerwald.
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