Jugendrotkreuz feierte in Tannheim rundes Jubiläum

Edwin Klien (li), langjähriger JRK-Landesleiter, mit Peter Friedle bei der Übergabe der JRK-Schnecke
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TANNHEIM (rei). Jugendrotkreuz - dieser Name ist in ganz Österreich ein Begriff. Die Organisation leistet viel und - ganz wichtig - sie ist dazu angetan, den dringend benötigten Nachwuchs an das Rote Kreuz selbst heranzuführen. Dass die Jugendrotkreuz-Helfer dann auch noch bestens ausgebildet sind und im Notfall helfen können, ist der nächste wichigte Punkt.
Es sind die Lehrer, welche sich ganz maßgeblich einsetzen und so die Organisation tragen.
Seit nunmehr 70 Jahren gibt es das Jugendrotkreuz. Ausgangspunkt für die inzwischen bundesweit tätige Organisation war nicht Wien, nicht Graz und auch nicht Innsbruck, es war Tannheim!

Treffen im Hochtal

Eine gute Gelegenheit für die Verantwortlichen, um das Jubiläum mit einem Treffen im Hochtal in Erinnerung zu rufen. Einen Mann wollte man dabei besonders hervorheben, Alfons Kleiner aus Tannheim. Der frühere Bezirksschulinspektor war vor 70 Jahren bereits dabei, als das ÖJRK gegründet wurde und war über Jahrzehnte hinweg ein Botschafter und leidenschaftlicher Verfechter der Ideen des ÖJRK.
Ausgerechnet zum Jubiläum "erwischte" ihn eine Grippe und so konnte er leider nicht dabei sein. Gedankt für sein Wirken wurde ihm dennoch. Ein Erinnerungsgeschenk in Form der "JRK-Schnecke" nahm dafür stellvertretend Peter Friedle entgegen. Auch er war lange Jahre Bezirksschulinspektor und auch er hielt und hält den JRK-Gedanken stets hoch.
Eine zweite JRK-Schnecke - die Schnecke ist das Symbol der Organisation - konnte Bürgermeister Markus Eberle entgegennehmen. Nicht für sich, sondern für die Gemeinde Tannheim, in der der Gedanke des Helfens vor 70 Jahren entstanden war.

Stark vertreten

Alleine in Tirol gibt es 1500 freiwillige Jugendrotkreuz-Helfer. An jeder der rund 650 Tiroler Schulen setzt sich eine Lehrperson freiwillig für die Ziele des Jugendrotkreuzes ein.
Das Tiroler Jugendrotkreuz ist mit seinem vielfältigen Angebot Ansprechpartner für alle Tiroler Schulgemeinschaften und damit für Kinder und Jugendliche sowie deren Lehrpersonen und Eltern.

Das Aufgabenfeld ist groß. Herzstück ist die Aktion „Schüler helfen Schülern“, bei der LehrerInnen, die bei ihren SchülerInnen auf eine Notsituation aufmerksam werden, rasch und unbürokratisch eine Unterstützung anfordern können. Das Geld, das so Kindern und Jugendlichen in Tirol zu Gute kommt, stammt aus Spenden, die von SchülerInnen aufgebracht werden.
Das Jugend Rot Kreuz kümmert sich aber auch um Sommercamps für Kinder, deren soziale, familiäre oder persönliche Situation besonders belastet ist. Weiters wurde die Suchtpräventionsstelle „kontakt+co“ auf Initiative des Tiroler Jugendrotkreuzes gegründet.

Zur Sache

Wiedergründung in Tannheim
Bereits nach dem Ersten Weltkrieg verteilten Lehrerinnen und Lehrer im Namen des Jugendrotkreuzes Hilfsgüter. Nach dem zweiten Weltkrieg erinnerte man sich im Tannheimer Tal dieser Tradition und so wurden Hilfsgüter des Roten Kreuzes mit Hilfe der PädagogInnen zu allen Tiroler Familien gebracht. Die Lehrerinnen und Lehrer wussten genau, wo die Hilfe am dringendsten gebraucht wurde, auch abseits der großen Städte.
So fand die erste Bundeskonferenz des Österreichischen Jugendrotkreuzes auch in Tannheim statt, von wo aus sich die Idee des Helfens rasch in ganz Österreich verbreitete.

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