Verhandlung am Landesgericht Ried
Angeklagter soll Frau in Hütte gesperrt und zur Prostitution gezwungen haben
- Die Verhandlung am Landesgericht Ried am 27. April ist von 9 bis 14 Uhr anberaumt.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Bernadette Wiesbauer
Am Montag, 27. April 2026, muss sich ein 47-Jähriger am Landesgericht Ried vor einem Schöffensenat verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten grenzüberschreitenden Prostitutionshandel, Zuhälterei und Freiheitsentziehung vor.
RIED. Der Mann soll im November 2025 eine Frau aus Ungarn unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Österreich gelockt und vorgegeben zu haben, selbst einmalig entgeltliche Sexualdienstleistungen in Anspruch nehmen zu wollen. Tatsächlich habe der Mann, für den die Unschuldsvermutung gilt, jedoch beabsichtigt, die Frau zur fortlaufenden Prostitution zu zwingen und selbst daraus einen finanziellen Vorteil zu ziehen. Konkret soll er sie nach ihrer Ankunft zu seiner Wohnadresse, später jedoch in eine abgelegene Holzhüttegebracht. Dort habe er ihr eröffnet, dass sie künftig mit anderen Personen Geschlechtsverkehr haben werde, ein Foto für einschlägige Inserate angefertigt und sie anschließend in der Hütte eingeschlossen. Dem Opfer sei nach kurzer Zeit die Flucht gelungen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Mann eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren.
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