Wenn Kollegen streiten: Konflikte am Arbeitsplatz

"Kommunikation ist Trumpf" lautet die Devise beim Streit unter Kollegen.
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BEZIRK (anh). Konflikte können überall entstehen – in der Familie, im Freundeskreis, aber auch am Arbeitsplatz. Die häufigste Ursache für Streit in der Arbeit sind laut Supervisorin Ute Gattringer Machtspiele und ungenaue oder falsche Informationen. Oft wird der Konflikt dann auch nicht gleich angesprochen oder der "Dampf" wird bei einem anderen Mitarbeiter abgelassen. "Sobald jedoch eine dritte Person in einen Streit miteinbezogen wird, besteht die Gefahr, dass veränderte oder falsche Informationen die Sachlage betreffend bei den eigentlichen Konfliktpartnern ankommen und der Zwist nicht mehr auf der Sach-, sondern auf der Beziehungsebene ausgetragen wird", warnt die Expertin. Aussagen wie "Das habe ich so gar nicht gesagt" oder "Das stimmt doch so überhaupt nicht" sind dann keine Seltenheit und es kann zu persönlichen Verletzungen und Angriffen führen.

Kommunikation ist Trumpf

Um dies zu vermeiden, sei die Kommunikation beziehungsweise das Gespräch zwischen den Konfliktpartnern das Um und Auf zur Behebung eines Zwists. Oft lassen sich Missverständnisse bereits mit wenigen Worten klären. Vorab empfiehlt es sich, in sich zu gehen und im Zuge einer Selbstreflexion zu klären, welcher Konflikttyp man selbst ist. Fragen wie "Wie kann ich selbst mit Konflikten umgehen?", "Wie geht es mir dabei?", "Was brauche ich, um
diesen Konflikt gut lösen zu können?", "Bin ich ein aktiver Typ und suche das Gespräch oder würde ich lieber professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?" können dabei helfen.
Wichtig sei in jedem Fall das Beharren auf Sachlichkeit und das damit verbundene Verwenden von "Ich-Forderungen" anstatt von "Du-Kritisierungen". Mit Nachrichten wie "Ich brauche Ordnung" oder "Ich fühle mich nicht wertgeschätzt" kann das Gegenüber mehr anfangen als mit "Du räumst nie den Müll weg" oder "Du kritisierst mich ständig." Zur richtigen Kommunikation gehört auch immer das Zuhören. Des weiteren sollte man nie das Vertrauen von Arbeitskollegen missbrauchen, keine Unwahrheiten über andere Mitarbeiter verbreiten und bei eigenem Fehlverhalten nicht versuchen, Ausreden zu erfinden oder die Schuld auf Kollegen zu schieben.

Besser jetzt handeln als später

"Wird ein Konflikt nicht gleich angesprochen, so kann dies zu schlechter Laune, einer Unlust zur Arbeit zu gehen, Ärger, Kränkungen, Verletzungen und depressiven Verstimmungen führen", sagt Ute Gattringer und ergänzt: "Schlimmstenfalls kann es sogar zum Burnout oder zu einer inneren beziehungsweise äußeren Kündigung kommen." Wer sich dennoch nicht im Stande dazu fühlt, einen Konflikt am Arbeitsplatz alleine zu lösen, für den könnten Supervision oder Mediation Möglichkeiten sein, um ein professionell begleitetes Gespräch zu führen.

Über die Expertin:
Ute Gattringer ist Supervisorin und Coach und in St. Johann und Linz tätig. Mehr Informationen auf: www.lebensroute.at

"Kommunikation ist Trumpf" lautet die Devise beim Streit unter Kollegen.
Ute Gattringer ist Supervisorin und Coach.
Autor:

Annika Höller aus Rohrbach

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