Imkerverein Kollerschlag
75 Paare erhalten demnächst ein neues Eigenheim

Jakob Zöchbauer, Ernst Moser (Obmannstellvertreter Imkerverein), Johann Zöchbauer (Schriftführerstellvertreter).
  • Jakob Zöchbauer, Ernst Moser (Obmannstellvertreter Imkerverein), Johann Zöchbauer (Schriftführerstellvertreter).
  • Foto: Foto: Imkerverein Kollerschlag
  • hochgeladen von Annika Höller

Die Imker des Imkervereins Kollerschlag fertigten 75 Nistkästen für Meisen. Ihr Ziel ist die Förderung von Nützlingen und damit einhergehend die ökologische Schädlingsbekämpfung.

KOLLERSCHLAG, NEBELBERG. Die Imker leisten durch die Betreuung und Pflege der Bienenvölker einen immens wichtigen Beitrag für die Erhaltung unseres Lebensraumes und den Fortbestand der Pflanzenwelt und Artenvielfalt. Darüber hinaus ist den Mitgliedern des Imkervereins Kollerschlag der gesamte Schutz der Natur und damit auch der Erhalt der Singvögel in den Gärten und im Wald ein besonderes Anliegen. "Vor allem bei den Höhlenbrütern ist die Wohnungsnot groß, denn alte hohle Bäume und Mauerspalten sind rar geworden", bedauern die Imker. Um diese Not etwas zu lindern, waren die Mitglieder in letzter Zeit fleißig am Werken und fertigten auf Anregung ihres Obmanns Franz Resch 75 Nistkästen für höhlenbrütende Vögel – vor allem für Meisen – an. Besonderen Wert legten sie auf Nachhaltigkeit und Lebensdauer der Nistkästen. Das aufklappbare Fluglochbrett gewährleistet eine schnelle jährliche Reinigung. Damit die Meisen möglichst lange eine Bleibe vorfinden, wurden die Nistkästen von Obmann-Stellvertreter Ernst Moser, welcher Spengler von Beruf ist, mit einem Blechdach versehen. Das Sägewerk Fesl stellte die Bretter unentgeltlich zur Verfügung. Die gefertigten Nistkästen werden in Kürze in den Gemeinden Kollerschlag, Nebelberg und Oberkappel aufgehängt.



Beerentragende Sträucher sind wichtig

"Vögel zählen zu den Nützlingen und wir alle, insbesondere die Gartenbesitzer, haben einen direkten Nutzen durch die ökologische Schädlingsbekämpfung. Wenn man bedenkt, dass ein Meisenpärchen etwa 14.000 Mal ein- und ausfliegt um seine Jungen zu versorgen und dabei in einem Jahr ca. 25 Kilogramm Schadinsekten vertilgt, so lohnt es sich, diese eifrigen Sänger zu fördern", sagen die Imker. Vögel brauchen aber auch Samen und Beeren als Nahrung. Schriftführer Stefan Lauß dazu: „Alle sind wir aufgerufen in unseren Gärten auch beerentragende Wildsträucher, wie etwa Vogelbeere, schwarzer und roter Holunder, Heckenrose, Hartriegel und dergleichen anzupflanzen. Allgemein kann gesagt werden, dass eine möglichst naturnahe Gartenbewirtschaftung und der Verzicht auf Schädlingsbekämpfungsmittel die Lebensgrundlage der gesamten Vogelwelt sichert.“

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