Weltherztag
Herzinfarkt – Symptome und Vorbeugung

Was für den Patienten meist plötzlich und ohne Vorwarnung kommt, hat oft eine lange Vorgeschichte.
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Was für den Patienten meist plötzlich und ohne Vorwarnung kommt, hat oft eine lange Vorgeschichte. Einen Herzinfarkt können aber nicht nur ältere Menschen erleiden. Bereits schon bei jüngeren Leuten können sich die Blutgefäße verengen und damit einen Herzinfarkt begünstigen. Insbesondere dann, wenn Risikofaktoren wie Übergewicht und Rauchen bereits seit dem Kinders- oder Jugendalter oder eine gehäufte familiäre Belastung bestehen.

ROHRBACH-BERG. „Häufig sind ein ungesunder Lebensstil und Stress die Vorläufer eines Herzinfarktes. Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Durch einen gesunden Lebensstil kann das persönliche Infarktrisiko deutlich herabgesetzt werden. Hauptrisikofaktoren wie erhöhter Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Übergewicht und zu wenig Bewegung, aber vor allem das Rauchen, sind zum überwiegenden Teil beeinflussbar“, beschreibt der Kurt Höllinger, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologe am Klinikum Rohrbach.

"Möglichst viel bewegen"

Um einem Herzinfarkt vorzubeugen, ist es wichtig, das Rauchen einzuschränken, um die sogenannte Arterienverkalkung zu minimieren. „Dabei verengen sich die Gefäße und das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen – ein Herzinfarkt droht. Mit dem Rauchen aufzuhören senkt die Zehn-Jahres-Sterblichkeit bereits um zirka 50 Prozent“, weiß Mediziner Höllinger. „Wichtig ist es, sich möglichst viel zu bewegen. Wer körperlich aktiv ist, steigert seine Belastbarkeit sowie die Leistungsfähigkeit von Herz- und Kreislaufsystem. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung hilft, Übergewicht und Cholesterinspiegel zu senken und nehmen sie die Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Hausarzt wahr“, sagt der Experte.

Anzeichen für einen Herzinfarkt

Plötzlich auftretende, starke, drückende oder brennende Schmerzen in der Brust können erste Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. In dieser akuten Notfallsituation zählt jede Minute. Verschließt sich eines der großen Herzkranzgefäße, wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. „Nur durch rasches Handeln können in dieser Situation die Folgeschäden eines Herzinfarktes möglichst geringgehalten werden. Idealerweise sollten vom Beginn der Symptome bis zur Wiedereröffnung des Herzkranzgefäßes weniger als zwei Stunden vergehen“, so Höllinger.

Aber die Anzeichen eines Herzinfarktes können bei Frauen und Männern unterschiedlich sein. Männer klagen vor allem über Schmerzen hinter dem Brustbein, die in den linken Arm, Hals oder Bauch ausstrahlen. Hinzu kommen Brustenge, Kurzatmigkeit bis hin zu Atemnot, kalter Schweiß, Übelkeit und Erbrechen. Bei Frauen fehlen oft diese klassischen Warnsignale. Es treten eher untypische Herzinfarkt-Anzeichen auf: Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen, Nacken- oder Kopfschmerzen, die oft auch in den Kiefer ausstrahlen, Rückenschmerzen, allgemeine Schwäche mit Schweißausbruch. „Es ist nie zu spät, etwas für die eigene Gesundheit zu tun und auf einen positiven Lebensstil zu achten. Das gilt auch nach einem Herzinfarkt“, motiviert Höllinger zu einem positiven Lebenswandel.

Was für den Patienten meist plötzlich und ohne Vorwarnung kommt, hat oft eine lange Vorgeschichte.
Kurt Höllinger, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologe am Klinikum Rohrbach.

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