Untersuchungen laufen
Vermeintlicher Wolf in Helfenberg gesichtet

Am Wochenende wurde der Kadaver eines vermeintlichen Wolfes in einem Waldgrundstück im Gemeindegebiet von Helfenberg gefunden.
  • Am Wochenende wurde der Kadaver eines vermeintlichen Wolfes in einem Waldgrundstück im Gemeindegebiet von Helfenberg gefunden.
  • Foto: Foto: panthermedia/6116
  • hochgeladen von Sarah Schütz

Spaziergänger fanden ein totes Tier in einem Helfenberger Wald. Nun wird spekuliert, ob es sich um einen Wolf handelt. Eine Obduktion soll Klarheit schaffen.

HELFENBERG. Am Samstag, 24. Juli, wurde der Kadaver eines vermeintlichen Wolfes in einem Waldgrundstück im Gemeindegebiet von Helfenberg von Spaziergängern gefunden. Der Vorfall wurde von einem Jagdaufsichtsorgan der Polizeiinspektion Helfenberg gemeldet. Der Wolfsbeauftragte des Landes OÖ wurde in weiterer Folge vom Journaldienst der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach verständigt. Dieser nahm erste DNA-Proben vom Tier und veranlasste die weiteren Untersuchungen am Forschungsinstitut für Wildtierkunde (Fiwi) der veterinärmedizinischen Universität Wien.

Nicht unwahrscheinlich

Der Kadaver wird heute nach Wien geschickt – dort soll abgeklärt werden, ob es sich um einen Wolf handelt. Da im Grenzgebiet zwischen Österreich und Tschechien in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Wölfe gesichtet wurden, erscheint es laut den Verantwortlichen der Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes OÖ nicht unwahrscheinlich, dass es sich auch aktuell um einen Wolf handelt.


Massives Naturschutzvergehen

Bezirksjägermeister Martin Eisschiel berichtet, dass das Tier an einer Schussverletzung verendet sein soll. Der Fundort war laut Eisschiel aber definitiv nicht der Tatort. "Es ist derzeit noch nicht klar, ob es sich wirklich um einen Wolf handelt. Ich gehe aber sehr stark davon aus, da in der letzten Zeit immer wieder Wölfe im Bezirk, vor allem im Böhmerwald, gesichtet wurden", erklärt der Bezirksjägermeister. Bei einer vorsätzlichen Tötung drohen erhebliche Konsequenzen: "Hier geht es um ein massives Naturschutzvergehen, das sogar mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann", betont Eisschiel.

Rudelbildung bringe Probleme

Der Bezirksjägermeister befürchtet, dass massive Vorkommen, wie es etwa in Teilen Deutschlands der Fall ist, zu großen Problemen führen: "Es gibt bereits Hinweise, dass sich im nördlichen Teil des Bezirks Rudel bilden. Diese Entwicklung bereitet uns schon Sorgen. Für gewöhnlich meiden Wölfe Menschen. Doch wenn sie diese Scheu verlieren, kann es gefährlich werden. Dann wird der sorglose Spaziergang in der Natur nicht mehr möglich sein."


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