Achillessehne gerissen – Höhenflug gestoppt

„Im Herbst findet ein nationales Turnier statt, bei welchem ich mich wieder vorsichtig an den Wettkampf herantasten möchte. Bis dahin werden Sportphysiotherapie und Rehabilitation auf dem Programm stehen.“
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  • „Im Herbst findet ein nationales Turnier statt, bei welchem ich mich wieder vorsichtig an den Wettkampf herantasten möchte. Bis dahin werden Sportphysiotherapie und Rehabilitation auf dem Programm stehen.“
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OEPPING (gawe). Fünf Sportler auf der ganzen Welt schaffen einen „nopy chagi“ – die höchste Technik im Taekwondo: Darunter der Oeppinger Chrisitan Sigl. „Am ehesten übersetzbar als: hoher, gesprungener Fußtritt. Du musst hoch springen und in 2,70 Metern Höhe ein Brett mit einem Fußkick umkippen“, erzählt der zehnfache Staatsmeister von einer Angriffstechnik, die neben ihm nur wenige beherrschen. Er schafft es auch, einem Gegner mit dem Fuß die brennende Zigarette aus dem Mund zu schlagen, ohne ihm den Kiefer zu brechen.

Schnell und dynamisch
„Taekwondo, wie wir es betreiben, ist eine koreanische Vollkontaktkampfsportart, vergleichbar mit dem Kickboxen. Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (tae), Handtechnik (kwon) und die Kunst oder der Weg (do). Die Taekwon-do-Technik ist sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt. Du triffst den Gegner mit Fuß oder Faust mit voller Wucht am Kopf oder am Oberkörper“, erzählt der 39-Jährige. Nach einem Lebertreffer ist er selber schon einmal k.o. gegangen. „Die ersten zwei Jahre habe ich nur was in die Fresse gekriegt und Lehrgeld bezahlt“, erzählt er davon, wie mit einem Flugblatt per Post seine Kämpferkarriere begonnen hat. „Treffer am Hinterkopf, Rücken oder unter der Gürtellinie bringen keine Punkte, sondern eine Verwarnung. Nach zweimal zwei Minuten ist der Punktebeste Sieger.“ Seine Technik beschreibt der gelernte Diplomkrankenpfleger so: „Du sollst sowenig Treffer als möglich kassieren, Treffer, die du selber nicht machst, bekommst du vom Gegner."

Kurz-Kampf: 20 Sekunden
Wichtig ist, sich nicht zu unüberlegten Attacken hinreißen zu lassen. „In den ersten 30 Sekunden eines Kampfes analysiere ich die Schwächen der Gegners: Rechts- oder Linksausleger? Welchen Fuß hat er vorne? Arbeitet er mit den Füßen oder den Händen? Was ist seine Spezialtechnik?“. Schließlich versucht er, seinen eigenen Kampfstil dem Gegner aufzuzwingen und seine Spezialtechniken anzubringen. "Mein kürzester Kampf hat zwanzig Sekunden gedauert“, erzählt er. „Mein linker Fuß ist sehr gefürchtet. Ich treffe sehr schnell den Kopf des Gegners mit dem Rist.“

Riss der Achillessehne
Seit 12. November 2015 ist er nach erfolgreich abgelegter Prüfung einziger Träger des fünften Dan Grades in Österreich. Zwei Tage darauf schlug das Schicksal zu: Beim Internationalen Black Belt Cup in St. Pölten schaffte er es in der Disziplin „Sparring“ bis ins Finale: „In den letzten 30 Sekunden riss mir allerdings bei einem Angriffsmanöver die Achillessehne im linken Fuß. Dadurch musste ich zwar aufgeben und es reichte ,nur' zum zweiten Platz“, schildert er sein Missgeschick: „Natürlich konnte ich auch in meiner Paradedisziplin ,Spezialtechnik', in der ich bereits große Erfolge – sowohl national als auch international – erzielen konnte (5. Platz WM Kanada, Anmerkung) nicht mehr starten.“

Ziel ist Dublin 2017
Aufgrund dieser schicksalshaften Verletzung musste er alle Termine für dieses Jahr streichen. Unter anderem den World Cup in Budapest und die Europameisterschaft in Finnland: „Mein Ziel ist es, bei der WM 2017 in Dublin mit dem Nationalteam wieder antreten zu können."

Autor:

Werner Gattermayer aus Rohrbach

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