Ein Platz zum Tüfteln und Sich-Vernetzen: TDZ feierte 15-jähriges Jubiläum

Das TDZ besticht durch einen erfolgreichen Firmenmix.
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  • Das TDZ besticht durch einen erfolgreichen Firmenmix.
  • Foto: Foto: Wolfgang Höglinger
  • hochgeladen von Annika Höller

NEUFELDEN (anh). So manch erfolgreiche Firma startete ihre Karriere im TDZ und profitierte dort vom guten Netzwerk, der Breitbandtechnologie und der Nähe zur B127 und zu HTL-Absolventen, ehe sie ihre Fühler hinaus in die weite Welt streckte. "Die Werbeagentur Fredmansky ist etwa hier groß geworden, bevor sie in den Zentralraum gezogen ist", sagt Geschäftsführer Johann Dobetsberger. In jüngerer Zeit sei jedoch ein gegenläufiger Trend festzustellen. Immer mehr Firmen siedeln sich nicht nur hier an, sondern bleiben auch. Eine davon ist das Web-Unternehmen "Xortex", das als Gazellen-Unternehmen, das heißt, äußert schnell wachsender Betrieb, bezeichnet werden kann. Waren anfangs nur zwei Geschäftsführer und ein Mitarbeiter für "Xortex" am Werken, so sind es heute ganze 30 Programmierer. Die Folge: Die 1.465 Quadratmeter Bürofläche platzen aus allen Nähten, der Parkplatz wurde vergrößert, eine E-Ladestation und zwei Glasfaseranschlüsse kamen dazu. Seit 2017 werden zwei weitere Außenstellen in St. Martin und Neufelden mit 642 Quadratmetern betrieben. Den dortigen Mietern wie etwa ENOVA Engineering steht dasselbe Betreuungsangebot zur Verfügung und auch sie tragen zur Kommunalsteuer von rund 100.000 Euro bei, die – gemäß des kommunalen Grundgedankens – unter allen Gemeinden aufgeteilt wird.

Jubiläumsfest mit Blick in Vergangenheit und Zukunft

Beim Jubiläumfest – mit Musik von den "Strawanzan" und Bildern von Gerhard Doppelhammer, Elfriede Ruprecht Porod und Wolf Ruprecht – wurde nicht nur mit Stolz auf die letzten 15 Jahre zurückgeschaut, sondern auch mit Zuversicht in die Zukunft geblickt. So gewährten etwa die Mieter Wolfgang Höglinger (Wolfgang Höglinger Mediendesign) und Gerald Geretschläger (Ewos) Einblick in ihre Firmen. Warum sie sich für den Standort Neufelden entschieden haben? – "Weil es im Mühlviertel einfach schön ist", schmunzelt Geretschläger. "Nein, Spaß beiseite", ergänzt er, "das TDZ ist für mich einfach ein kreativer Rückzugsort, hier sind kompetente und nette Kollegen sowie Unternehmen unter einem Dach vereint." Anfangs dauerte es jedoch ein bisschen, bis die Idee des TDZ in den Köpfen der Bevölkerung verankert war, wie der ehemalige Beiratsvorsitzende Dieter Gleißner erklärt: "Zu Beginn musste ich den Leuten immer wieder erklären, was ein Technisches Dienstleistungszentrum überhaupt ist, was die Idee dahinter ist." Dies bestätigte auch Beiratsvorsitzender Bürgermeister Hubert Hartl. Davon ist heute – wirft man einen Blick auf Auslastung und Anfragen – nicht mehr viel zu spüren. "Das TDZ ist für die Region ein großer Gewinn", sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl, "es ist betriebswirtschaftlich solide und schafft Arbeitsplätze. Was ich mir für die Zukunft wünsche, ist, dass wir auch die Innovationskraft, die in der Region steckt, noch mehr mobilisieren können. Denn Innovation passiert nicht nur in den Ballungsräumen. Und auf diese Stärke draußen in den Regionen müssen wir bauen."

Zur Sache

• Die Idee zum Technologiezentrum (TDZ) Donau-Böhmerwald als regional-innovatives Zentrum entstand 1999. 2002 gingen die beiden Standorte Neufelden und Haslach in Betrieb.
• Gesellschafter sind: Business Upper Austria OÖ Wirtschaftsagentur, alle Gemeinden des Bezirks, 13 regionale Unternehmen. Geschäftsführer ist Johann Dobetsberger.
2016 wurde der Standort Haslach aufgegeben, weil dort standortbedingt eine wirtschaftliche Belegung mit der für solche Zentren üblichen Zielgruppe nicht möglich war.
• Der Standort Neufelden floriert hingegen und ist seit fünf Jahren zu 100 Prozent ausgelastet. Aktuell sind 15 Firmen mit 103 Beschäftigten eingemietet. Ihre Akademikerquote beträgt 22 Prozent.
• Seit 2012 wird dort auch das Management des Bildungsinstituts B.I.K.E. für kommunale Einrichtungen abgewickelt.

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