Girls' Day
Mädchen tauchten im Kneidinger Center in die Welt der Technik ein

WKOÖ-Vizepräsidentin und Frau in der Wirtschaft Landesvorsitzende Margit Angerlehner (r.) beim Girls' Day im Kneidinger Center in Linz. V. l. Daniela Istrati (Teilnehmerin), Emily Wolfinger (Lehrling), Maria Kneidinger und Anna Kneidinger (Geschäftsführerinnen). Im Kneidinger Center werden in der Kfz-Technik momentan 20 Lehrlinge ausgebildet, 4 davon sind weiblich.
  • WKOÖ-Vizepräsidentin und Frau in der Wirtschaft Landesvorsitzende Margit Angerlehner (r.) beim Girls' Day im Kneidinger Center in Linz. V. l. Daniela Istrati (Teilnehmerin), Emily Wolfinger (Lehrling), Maria Kneidinger und Anna Kneidinger (Geschäftsführerinnen). Im Kneidinger Center werden in der Kfz-Technik momentan 20 Lehrlinge ausgebildet, 4 davon sind weiblich.
  • Foto: Foto: WKOÖ
  • hochgeladen von Annika Höller

850 Mädchen schnupperten beim Girls' Day Technikluft in 151 oberösterreichischen Unternehmen – auch im Kneidinger Center.

BEZIRK. Die Fachkräftelücke wird größer. Bereits 8 von 10 Betrieben geben an, dass sie Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen. Vor allem im technischen Bereich werden Fachkräfte dringend benötigt. „Die duale Ausbildung birgt enorme Chancen und kann als Fachkräftemotor dafür sorgen, dass die Lücke nach und nach gefüllt wird. Mit dem erlernten Beruf und einer Vielzahl an Karrieremöglichkeiten bietet die Lehre, insbesondere in einem technischen Berufsfeld, hervorragende Jobaussichten und eine gute Basis, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, sagt WKOÖ-Vizepräsidentin und Frau in der Wirtschaft-Landesvorsitzende Margit Angerlehner. „Es ist eine win-win-Situation! Die Betriebe sind vermehrt auf der Suche nach weiblichen Fachkräften und können so beim Aktionstag ihr Unternehmen präsentieren. Auf der anderen Seite lernen Mädchen verschiedenste Berufsfelder kennen und können ihre Erfahrungen in die Berufs- oder Ausbildungsentscheidung einfließen lassen“, fasst Frauen-Landesrätin Christine Haberlander zusammen. 

Stereotypen überwinden

„Es ist für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich von großer Bedeutung, das qualifizierte Potenzial der Frauen zu nutzen. Mehr Frauen in der Technik sind nicht nur für Firmen wichtig, auch die jungen Frauen profitieren von den Möglichkeiten, die technische Ausbildungswege mit sich bringen“, betont Angerlehner. „Obwohl den jungen Oberösterreicherinnen mit über 204 Ausbildungsberufen sehr viele Perspektiven offenstehen, sind noch über 50 Prozent nach wie vor in nur fünf Berufen tätig: Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau, Friseurin, Großhandelskauffrau und Köchin. Diese Zahl zeigt, wie wichtig der Aktionstag Girls‘ Day ist, um Stereotypen bei der Berufsentscheidung zu überwinden.“

Möglichkeiten aufzeigen

„Mit dem Girls’ Day möchten wir den jungen Frauen aufzeigen, welche vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten es in technischen Berufen gibt und welche Chancen sich den Mädchen hier bieten“, so Angerlehner weiter. Jede solle selbst über ihre Berufswahl entscheiden dürfen – denn es zähle das individuelle Potenzial jeder Einzelnen und nicht, was andere möglicherweise über einen denken.  „Technisches sowie soziales Interesse sollte in Zukunft bei Buben, wie auch bei Mädchen gleichermaßen geweckt werden", meint sie. 

Mehr Mädchen in Lehrberufen

Der steigende Mädchenanteil in einigen technischen Lehrberufen bestätigt die Wirkung des Aktionstages. Während im Jahr 2002 in der Lehrberufsgruppe Maschinen/Fahrzeuge/Metall nur 100 Mädchen einen Lehrberuf ausübten, stieg die Anzahl im Jahr 2018 auf beachtliche 454 an. Im Bereich Chemie/Kunststoff ist die weibliche Lehrlingsanzahl in den letzten 16 Jahren von 55 auf 143 Mädchen gestiegen.

Ins Gespräch kommen 

Angerlehner nutzte den Aktionstag, um in oberösterreichischen Betrieben Gespräche mit den jungen Frauen bzw. den Unternehmern zu suchen. „Wir waren heuer bei der Kneidinger Center GmbH sowie bei LT1 zu Gast. Durch das Schnuppern in den Betrieben können die Mädchen Technik hautnah erleben, ihren Horizont erweitern und Vorurteile gegenüber technischen Berufen abbauen. Darüber hinaus wird Unternehmen die Möglichkeit geboten, interessierte und motivierte Mädchen für sich zu gewinnen.“

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