09.01.2018, 08:14 Uhr

Anne Bennent und Otto Lechner im Theater im gYm

Wann? 24.01.2018 20:00 Uhr

Wo? Theater im gYm, 4150 Rohrbach in Oberösterreich ATauf Karte anzeigen
"Am Halse der Natur" lautet das Motto des Abends. (Foto: Foto: Bennent/Lechner)
Rohrbach in Oberösterreich: Theater im gYm | ROHRBACH-BERG. Am Mittwoch, 24. Jänner, 20 Uhr, sind Anne Bennent & Otto Lechner unter dem Motto "Am Halse der Natur" nach Texten von Robert Walser und Franz Kafka im Theater im gYm zu Gast. Die Karten kosten im Vorverkauf 21 Euro, an der Abendkasse 24. Reservierungen unter theater@brgrohrbach.at

Lieblingstexte ihrer Lieblingsautoren

Weder Anne Bennent noch Otto Lechner sollte man jemandem näher vorstellen müssen, der sich auch nur halbwegs für die Bühnenkünste interessiert. Sie eine der berührendsten Schauspielerinnen, engagiert an den bedeutendsten Schauspielhäusern und bei großen Film- und TV-Produktionen, er einer der weltweit gefragtesten Akkordeonisten, beheimatet in vielen musikalischen Sparten und beide miteinander glücklich verheiratet und sich gegenseitig künstlerisch herausfordernd und befruchtend.
Mit „Am Halse der Natur“ haben sich die beiden ein Wunschprogramm mit den Lieblingstexten ihrer Lieblingsautoren, Walser und Kafka, beschert. Und von 2 Künstlern ihres Formats, darf man getrost erwarten, dass sie sich nicht schwärmerisch verklärend oder gar untertänig verbeugend den Texten annähern, sondern vielmehr deren hohe künstlerische Qualität mit ihrer eigenen kreativen Kraft noch potenzieren. So schreiben sie im Programmtext:
Während für den Volkslieddichter noch klar ist, dass übers Bacherl gesprungen und übers Wieserl gerannt wird, ist das Verhältnis von Mensch und Natur für den Schriftsteller um einiges komplexer. Der große Schweizer Spaziergänger Robert Walser ist durch die Landschaft gewandert – hat sie bewundert und bestaunt, der Städter Franz Kafka hingegen hält eine „Rede an die Landschaft“, in deren Verlauf sie völlig aus den Fugen gerät. Walser zeigt uns als Windhund seine sprunghaften Denkverbindungen von Beobachtungen und Kafka träumte von einem windhundartigen Esel. … Kann schon sein, dass man da manchmal nicht mehr versteht, worums geht, aber dann hilft ja die Musik.
Wenn die Beiden mit beseeltem Intellekt und kluger Empfindung, ihren Stimmen, Saxofon und Akkordeon diesen Abend vielmehr leben als bloß zu spielen, dann entsteht dabei ganz großes Theater, unmittelbar, hautnah, dicht und bunt gefächert, bewegend bis ins innerste Mark.
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