17.09.2014, 17:00 Uhr

Erstmals Caritas-Regionalkoordinatorin aus der Region

Mathilde Mader engagiert sich seit knapp einem halben Jahr als Caritas-Regionalkoordinatorin.
„Oberstes Prinzip meiner Arbeit ist, die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten und die Menschen zu befähigen, aus eigenen Kräften ihr Leben zu bewältigen“

BEZIRK (alho). Mehrere Arbeitsschwerpunkte hat sich Mathilde Mader als Koordinatorin der Regionalcaritas gesetzt. Nachdem sie im März heurigen Jahres die Aufgabe von ihrer Vorgängerin Maria Ehmann übernommen hat, leitet erstmals jemand aus der Region die Regionalcaritas im Bezirk Rohrbach. Ehmann war sowohl für den Bezirk Urfahr Umgebung als auch Bezirk Rohrbach zuständig.
Für die 50jährige Haslacherin gilt es als wichtiges Kriterium einer derartigen Hilfseinrichtung der Kirche bei den Menschen vor Ort zu sein: „Die Nähe zu den Menschen ist uns wichtig. Wir sind kein Amt oder Behörde.“ Das Büro der Regionalcaritas ist im Haus Betreutes Wohnen im Gerberweg untergebracht. „Wir kommen auch gerne zu den Menschen vor Ort!“, fügt Mader hinzu, die es nicht scheut Menschen aufzusuchen, die lieber in vertrauter Umgebung bei sich zu Hause ein Gespräch suchen, als in ein Büro zu fahren.
„Die Caritas ist nicht dazu da, dass Menschen betteln kommen und sofort Geld erhalten!“ möchte Regional-Koordinatorin Mathilde Mader ein in vielen Köpfen falsches Image klarstellen. „Es soll nur so viel Hilfe als notwendig geleistet werden. Die Personen sollen lernen, wieder möglichst schnell auf eigenen Füßen zu stehen, Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn sich eine Person finanziell Wesentliches nicht leisten kann, dann bin ich beim Geld angelangt.“
Ein Hauptteil der Arbeit für die Regionalcaritas ist die Pfarrcaritas in den 34 Pfarren des Bezirkes.
Mader möchte ehrenamtliche Soziallotsen, die Menschen in schwierigen Lebensübergängen begleiten aufbauen, und den zum Teil bestehenden ehrenamtlichen Besuchsdienst mit neuen Ansätzen bestücken, „etwa dass eine Person wieder einmal wo hinkommt, wo sie hinmöchte, oder etwas tun kann, was sie sich schon lange gewünscht hat. Dazu ist ein entsprechender Organisator notwendig.“
Mader möchte die Soziallotsen, die Menschen in schwierigen Lebensübergängen begleiten, und den Besuchsdienst mit neuen Ansätzen bestücken, „etwa dass eine Person wieder einmal wo hinkommt, wo sie hinmöchte, oder etwas tun kann, was sie sich schon lange gewünscht hat. Dazu ist ein entsprechender Organisator notwendig.“
Mathilde Mader ist ursprünglich Diplomierte Sozialbetreuerin (Behindertenbegleitung und Behindertenarbeit) und arbeitete neun Jahre im Rohrbacher Pfarrcaritaskindergarten , vier Jahre mit Sondervertrag in einer Rohrbacher Volksschulklasse für Schwerstbehinderte, acht Jahre in einem Seniorenwohnheim in Linz und war unter anderem in der Altenarbeit tätig,.
Nach einer Operation vor drei Jahren konnte Mader nicht mehr im Pflegeberuf der Caritas bleiben. Es ergab sich für die Haslacherin durch die Arbeitsstiftung der Diözese Linz die Möglichkeit einer Weiterbildung, bei der sie die Case and Care Managementausbildung absolvierte und das wba-Zertifikat in der Erwachsenenbildung erwarb. „Oberstes Prinzip meiner Arbeit ist, die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten und die Menschen zu befähigen, aus eigenen Kräften ihr Leben zu bewältigen So viel Hilfestellung als notwendig zu geben und so seine bzw. ihre Autonomie zu bewahren und die Fähigkeit jedes einzelnen zu stärken. Als leidenschaftliche Netzwerkerin und Mühlviertlerin knüpfe ich mit verschiedenen Kooperationspartnern im Bezirk Rohrbach ein ´Netz für das Leben´, das Menschen in schwierigen Situationen trägt und stärkt.“
Ebenfalls zu Caritas gehört im Haus „Betreutes Wohnen“ Hospiz und Palliative Care (arbeitet mit dem Landeskrankenhaus Rohrbach zusammen) und die ehrenamtliche Arbeit und Trauerbegleitung; Servicestelle für pflegende Angehörige, Stützpunkt für Mobile Dienste (Hauskrankenpflege, Altenhilfe), Familienhilfe. In der Pfarre befindet sich darüber hinaus noch die Beratungsstelle für Menschen in Not. Mader: „Die Anlaufstelle für ehrenamtliche Arbeit fällt auch in meinen Bereich: Wenn jemand gerne bei der Caritas mithelfen möchte, allerdings nicht weiß, welcher Bereich passend ist, kann sich bei mir melden.“
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