15.12.2017, 07:57 Uhr

Alfred Studener: Ein Waidmann geht zur Ruh'

Alfred Studener starb im 65. Lebensjahr. (Foto: Foto: privat)

Am 7. Dezember wurde Alfred Studener im 65. Lebensjahr unerwartet aus dem Leben gerissen.

ULRICHSBERG. Es hätte eine schöne Jagdreise nach Serbien werden sollen, doch sie endete tragisch. Die Gruppe mit etwa 34 Jägern, viele davon aus dem Bezirk, kehrte ohne Alfred Studener zurück. Der leidenschaftlicher Jäger und pensionierte Fachschullehrer der Bioschule Schlägl erlitt auf der Wildschweinjagd einen Herzinfarkt. Selbst ein Arzt, der an der Jagd teilnahm, konnte dem 64-Jährigen nicht mehr helfen. Mit Studener verliert die Jagdgesellschaft Ulrichsberg einen aktiven Jäger und geselligen Menschen, der es nicht scheute, Verantwortung zu übernehmen. Von 2010 bis 2015 war er stellvertretender Jagdleiter in Ulrichsberg. 44 Jahre war er aktiver jäger, seit 1998 Gesellschafter im Revier Lichtenberg.

Sechsfacher Vater

Ehefrau Gabi und die sechs Kinder trauern um ihren Vater. In liebevoller Erinnerung werden sie ihren Alfred behalten, der des Hobbys wegen von Zuhause fortging und nicht mehr wiederkehrte. "Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, so wie ich ihn im Leben hatte", haben sie auf die Parte schreiben lassen. Wer Studener kannte, weiß wie gut dieser Spruch auf ihn zutrifft. "Er fehlt ganz stark. Wir wissen noch nicht, wie es mit der Jagdhornbläsergruppe weitergehen wird", sagt Ulrichsbergs Jagdleiter Alfred Pröll. Studener war 1991 Gründungsmitglied dieser Gruppe. "Fredl – wie er von uns genannt wurde, war Schriftführer, Chronist und Obmann – ein Motor in der Gruppe", erinnert sich sein Jagdkamerad. Seit März diesen Jahres war er Obmann für jagdliches Brauchtum im Bezirk. Ein Gesellschaftsmensch, der gerne selbst überall mitanpackte, wenn er gebraucht wurde. "Wir haben mit Alfred Studener nicht nur einen liebenswerten und engagierten Waidmann, der sich stets tatkräftig für die Jagd und Natur eingesetzt hat verloren, sondern vor allem einen guten Freund", sagt Bezirksjägermeister Martin Eisschiel.

Begräbnis am Samstag

Am Samstag, 16. Dezember, geht der Waidmann zur Ruh'. Der Verabschiedungsgottesdienst findet um 10 Uhr in der Pfarrkirche Ulrichsberg statt. Am Freitag, 15. Dezember, 19.30 Uhr wird für Alfred Studener gebetet. "Die Jägerschaft wird Alfred sehr vermissen, vor allem seine Kameradschaft, seinen Humor, seine Geschichten und Erlebnisse die er mit Spannung zu erzählen wusste und ganz besonders sein profundes jagdliches Wissen", sagt Eisschiel.
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josef huber aus Rohrbach | 17.12.2017 | 07:44   Melden
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