07.11.2016, 14:36 Uhr

Sebastian helfen, die Welt zu begreifen

Die junge Mutter ist alleinerziehend und rund um die Uhr für ihren Sohn Sebastian da.

Das BezirksRundschau Christkind fliegt heuer für Sebastian Hofer.

ROHRBACH-BERG. Der größte Wunsch von Mama Stefanie für ihren kleinen Sebastian: "Dass er auf Dauer keine Anfälle mehr hat und wir ihn bestmöglich fördern können." Sebastian ist ein Jahr alt und entwicklungsverzögert. Die Schwangerschaft ist bei der 24-Jährigen ohne Komplikationen verlaufen. "Keine Untersuchung war auffällig", sagt Stefanie. Zwei Tage nach der Geburt erlitt der Säugling einen Schlaganfall. Die Folgen sind schlimm und noch gar nicht absehbar. Sebastian leidet zudem an einer septo-optischen Dysplasie – einem verkleinerten Sehnerv – und ist daher fast blind.

Hormone spritzen

Sebastian produziert selbst keine Hormone, da die natürliche Hormonbildung des Körpers aufgrund der septo-optischenDysplasie ausbleibt. "Alle sechs Stunden erhält er Kortison gespritzt, um lebensfähig zu sein", sagt Stefanie. Damit er am Abend einschlafen kann, muss ihm beispielsweise ein Schlafhormon verabreicht werden.

Weitere Hiobsbotschaft

Vor zwei Wochen bekam die junge, alleinerziehende Mutter eine neue Hiobsbotschaft: Sebastian leidet auch noch an einer seltenen Form der Epilepsie – dem West-Syndrom. Selbst der erfahrene Primar im Kinderkrankenhaus kann sich nicht daran erinnern, jemals ein Kind mit der Kombination dieser beiden seltenen Krankheiten behandelt zu haben. Derzeit ist Sebastian dank der Medikamente anfallsfrei, aber es weiß derzeit niemand, ob die Anfälle – die im Gehirn schwere irreparable Schäden anrichten – irgendwann wieder zurückkommen werden.

Viel Lebenszeit im Spital

Viele Tage seines Lebens hat der Bub bereits im Krankenhaus verbracht. Umso größer war die Freude, dass der erste Geburtstag in der Vorwoche daheim gefeiert werden konnte. "Es sind die kleinen Schritte, über die wir uns freuen", sagt Stefanie Hofer, die bei ihren Eltern Alfred und Marion wohnt und von ihnen auch tatkräftig unterstützt wird. Doch schon bald müssen die beiden wieder ins Krankenhaus, weil weitere Untersuchungen anstehen.

Finanzielle Belastung

Obwohl sie vor großen Herausforderungen steht, hat Stefanie ihr Psychologie-Studium abgeschlossen, als ihr Sohn bereits auf der Welt war. Sebastians Krankheit ist für die alleinerziehende Mutter nicht nur eine emotionale, sondern auch eine finanzielle Belastung: Ergo- und Physiotherapie, Selbstbehalte für die Sehfrühförderung, die Mobile Kinderkrankenpflege und Hilfsmittel für zuhause.
Die Familie möchte mit Hilfe der BezirksRundschau-Aktion Behelfsartikel für Sebastian anschaffen, um ihn bestmöglich in seiner Entwicklung fördern zu können. "Wir möchten Sebastian viele Möglichkeiten bieten, die Welt begreifen zu lernen, wenn er sie schon nicht sehen kann", sagt Mama Stefanie.

Zur Sache:

Spendenkonto des Christkinds
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SWIFT: RZOOAT2L

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen privaten Spendern und folgenden Firmen, die gespendet haben:
Blumenwerkstatt Margit & Gitti
Polytechnische Schule Rohrbach
Eurospar Krieg (Ulrichsberg)

Weitere Infos zum BezirksRundschau-Christkind auf www.meinbezirk.at/christkind
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