Ein Dirigent kehrt zu seinen Wurzeln zurück

David Danzmayr und das Zagreb Philharmonic Orchestra
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  • Foto: Archive of the Zagreb Philharmonic Orchestra
  • hochgeladen von Christoph Lindenbauer

SALZBURG (lin). Als kleiner Bub, als Schüler und später als Musikstudent am Mozarteum ist David Danzmayr mit leuchtenden Augen im Großen Festspielhaus gesessen und hat seinen Helden wie Pierre Boulez oder Claudio Abbado bei der Arbeit zugehört. Jetzt, nachdem er drauf und dran ist, sich als Orchesterdirirgent selbst international einen Namen zu machen, kehrt er zu seinen Wurzeln zurück: Mit "seinem" Zagreb Philharmonic Orchestra gibt er das Neujahrskonzert der Kulturvereinigung im Großen Festspielhaus.

Ein Traum geht in Ergfüllung

"Ja, das kann man so sagen", erklärt der 37-jährige Dirigent. Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl an jenem Ort selbst am Pult zu stehen, an dem ich mir in meiner Kindheit und Jugend genau das sehnlichst gewünscht habe. Und jetzt ewird es Wirklichkeit. Echt krass." Danzmayr wird versuchen, das Salzburger Publikum nicht nur mit dem in Neujahrskonzerten üblichen Strauß-Programm für sich zu gewinnen, sondern auch mit Giuseppe Verdis Gustohappen wie dem Triumpf-Marsch aus "Aida" oder dem "Gefangenen-Chor aus "Nabucco". "Außerdem werden wir zwei 'leichte' Wagner-Ouvertüren anstimmen, gerade die Vorspiele von 'Meistersinger' und 'Rienzi' sind groaßartige Marschmusik."

Europa hat mehr Musik als Amerika

David Danzmayr kommt aus Oberndorf, studierte später zeitgleich mit Lisi Fuchs am Mozarteum bei Dennis Russel Davies. Seit 2016/17 ist er Chefdirigent des Zagreb Philharmonic Orchesta sowie derzeit in seiner vierten und letzten Saison als Musikdirektor des Illinois Philharmonic Orchestra in Chicago. Er ist außerdem Music Director des ProMusica Chamber Orchestra in Columbus/Ohio. Wenige Salzburger kennen also die amnerikanische Art zu Musizieren besser als er. Und was ist der Unterschied? "Prinzipiell ist die Ausbildung gleich gut. Aber während in Amerika die perfekte Technik im Vordergrund steht, kümmert man sich in Europa viel mehr um Phrasierung und um Klang. Trotz aller Schlampereien, hier in Europa ist für mich mehr Musik drin."
Beim Neujahrskonzert am 1.1. 2018 werden neben dem Zagreb Philharmonic Orchestra auch der Mozartchor Salzburg, der St. Andreas-Chor Berchtesgaden, der Chor InnVokal, der Girls Choir "Zvjezdice" sowie Stargeigerin Christine Maria Höller zu hören sein.

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