Polit-Interview
Christoph Ferch will Klubstärke erreichen

Will Klubstärke erreichen: GR Christoph Ferch in seinem Büro mit einer seiner Lieblingskarikaturen.
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SALZBURG (lg). Die Liste SALZ mit Gemeinderat Christoph Ferch an der Spitze will bei der Gemeinderatswahl am zehnten März weiter wachsen. Über sein Wahlziel und seine Wahlkampfthemen spricht der 59-Jährige im Stadtblatt-Interview.

Seit 2014 sind Sie als Einzelkämpfer im Salzburger Gemeinderat. Stand für Sie fest, dass Sie auch bei der Wahl im März antreten wollen?
Christoph Ferch
: Ja, daran habe ich nie gezweifelt. Ich habe meine politischen Lehrjahre hinter mir und viel dazugelernt. Damals bin ich ja mehr oder weniger durch die Sache, das Rehrlplatz-Projekt, in die Politik gekommen, das war nie mein Plan. Aber es macht sehr viel Spaß und wir wollen jetzt unseren Auftritt ändern: weg von der Aufdecker-Partei, hin zu einer Gestalter-Partei.

Wie kann man sich den Gestalter Christoph Ferch vorstellen?
Christoph Ferch:
Ich möchte das Vakuum in der Mitte des politischen Spektrums füllen. Meinem Team und mir geht es um Sachpolitik, unabhängig von irgendwelchen Parteiapparaten oder persönlichen Interessen. Eine gute Idee befürworten wir, unabhängig von der Parteifarbe. Politik muss für die Bürger gemacht werden, das passiert leider oft zu selten.

In welchen Bereichen beispielsweise?
Christoph Ferch:
Ganz klar beim Thema Wohnen. Der Mensch stellt im Laufe seines Lebens unterschiedliche Anforderungen an das Wohnen. Für junge Menschen geht es primär um günstige Errichtungskosten, ohne Anspruch auf "Vollausstattung". Da wird oft am Bedarf vorbeigebaut. Die hohen Kosten sind eine Folge der zu hohen Bauanforderungen, vorgegeben durch Normen und Richtlinien. Das muss viel mehr an die Bedürfnisse angepasst werden.

Sie gelten als Verfechter der Erhaltung der Schönheit der Stadt, die Riedenburg führen Sie als Beispiel "verfehlter Stadtplanung" an.
Christoph Ferch:
Man muss einfach verträglicher bauen. Die Bauten am Riedenburg-Areal und am Stadtwerk sind meiner Ansicht nach das Phantasieloseste, das es gibt. Auch was die Farbgebung betrifft, das ist für mich unverständlich. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Schönheit unserer Stadt zu verteidigen und weiterzuführen.

Mit welchen Schwerpunktthemen wollen Sie die Salzburger im Wahlkampf überzeugen?
Christoph Ferch:
Neben Verkehr, Wohnen und Stadtplanung ist Sicherheit zentrales Thema. Nach Grazer Vorbild wurde der Verein "Bürger für Polizei" gegründet. Dabei wollen wir die Sorgen der Bürger bei Stadtteilgesprächen aufnehmen und mit der Polizei in Dialog treten.

Welches Wahlziel setzen Sie sich?
Christoph Ferch:
Wir peilen drei Mandate an, um Klubstärke zu erreichen. Das ist unser großes Ziel. Durch Stadtteilgespräche und den direkten Kontakt mit dem Bürger wollen wir das erreichen.

Was würden Sie als Ihre persönlichen Stärken bezeichnen?
Christoph Ferch:
Sehr ausdauernd, sehr gut im Analysieren und ein echter Teamplayer.

Wenn Sie vom Wahlkampf abschalten wollen, welches Buch liegt derzeit auf Ihrem Nachttisch?
Christoph Ferch:
Derzeit lese ich "Der Business-Rocker" von Bernhard Schweizer.

Faktenbox:
Als Spitzenkandidat der Liste SALZ geht Christoph Ferch ins Rennen bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am zehnten März. Auf den Plätzen dahinter folgen ihm Robert Leidl, Martina Gasteiger, Ernest Vatier und Sirikit Reuchlin. Das Budget für den Wahlkampf liegt bei rund 50.000 Euro – eine Plakatkampagne ist nicht vorgesehen. Wahlziel: drei Mandate, um Klubstärke zu erreichen.

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Will Klubstärke erreichen: GR Christoph Ferch

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