Unbürokratisch
Gratis-Check der Betriebskosten-Abrechnungen

Seit dritten Juni gibt es erstmals den bekannten Betriebskosten-Check der Salzburger Arbeiterkammer in den Bewohnerservicestellen der Stadt.
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  • Foto: Stadt Salzburg/Killer
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Vom Abwasser über die Liftwartung bis zum Winterdienst: Wer keine Experte ist, verliert beim Blick auf die eigene Betriebskostenabrechnung leicht den Überblick. Jetzt bieten die Bewohnerservice-Stellen in Kooperation mit der Salzburger Arbeiterkammer einen Gratis-Check der Betriebskosten-Abrechnungen an.

SALZBURG. Seit dritten Juni gibt es erstmals den bekannten Betriebskosten-Check der Salzburger Arbeiterkammer in den Bewohnerservicestellen der Stadt. Dieser soll möglichst unbürokratisch und niederschwellig erfolgen. 

Beschwerden über Nachzahlungen

„Egal ob Reparaturkosten, Versicherungsprämien oder öffentliche Abgaben: Betriebskosten machen einen beträchtlichen Teil der Miete aus. Aber was zahlen die Menschen, da eigentlich genau? Blicken Sie noch durch? Immer wieder landen bei mir am Tisch Beschwerden über absurd hohe Beträge, Nachzahlungen oder Ähnliches“, so Sozial-Stadträtin Anja Hagenauer. Als Beispiele nennt sie die Monatspauschale von 70 Euro für die Wartung von Brandmeldeanlagen oder die über 1.000 Euro Nachzahlung auf Grund von Taubendreck in der Gstättengasse.

Einsparungspotenziale aufzeigen

Vor allem am privaten Wohnungsmarkt seien die Vereinbarungen zu den Betriebskosten oft unverständlich, unklar und für die Mietenden nicht nachvollziehbar. Das neue Projekt von Stadt Salzburg und Arbeiterkammer - der „Betriebskosten-Check vor Ort“ – soll nun Licht ins Dunkel der Betriebskosten bringen und mögliche Einsparpotenziale aufzeigen. „Wir wollen unser Service niederschwellig und unkompliziert anbieten und dabei Betroffene direkt ansprechen. Mit der Stadt Salzburg haben wir eine kongeniale Partnerin gefunden, die eine solche Vorort-Beratungsform möglich macht", so AK-Präsident Peter Eder. 

Die durchschnittlichen Betriebskosten (Wasser, Strom, Verwaltungskosten, Müllentsorgung, gebäudebezogene Versicherungen, öffentliche Abgaben) bei Hauptmietwohnungen in Österreich machen etwas mehr als ein Viertel des Wohnungsaufwandes aus. Dieser Posten spielt daher eine wesentliche Rolle bei den Wohnkosten. „Zudem wissen wir, dass es bei den Betriebskosten oft zu unzulässigen Überwälzungen auf Mieterinnen und Mieter kommt. Im Jahre 2019 hatten wir rund 1.700 Beratungen in diesem Bereich.", ergänzt Eder.

Beratung in Bewohnerservice-Stellen

Nicht erst seit der Corona-Krise gilt das Bundesland Salzburg als eines der teuersten Wohn-Pflaster: Am privaten Wohnungsmarkt betrug im Jahre 2019 die Miete in der Stadt Salzburg inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer 14,8 Euro pro Quadratmeter. Für eine 70 qm-Wohnung fallen also im Schnitt 1.036 Euro Mietzins an.

In den Bewohnerservice-Stellen können Mieter so unbürokratisch ihre Betriebskostenabrechnungen überprüfen lassen. „Mit dieser Aktion verbinden wir die Stärken aus zwei Welten“, so Doris Wlczek-Spanring, die Koordinatorin der sechs Bewohnerservice-Stellen der Stadt und weiter: „Bis zum 8. Juli gibt es nun eine Tour durch die Stadtteile, wo wir gemeinsam bestmögliche Beratung und Service direkt vor Ort und für die Menschen - in gewohnter Umgebung – anbieten.“

Aktuell finden die Beratungs-Termine unter speziellen Corona-Vorgaben statt. So muss der Termin vorab telefonisch oder per Email vereinbart werden und beim Termin selbst ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der Mietvertrag und die aktuelle Betriebskosten-Jahresabrechnung sind mitzubringen – wenn vorhanden, auch die von 2018.

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Autor:

Lisa Gold aus Salzburg-Stadt

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