Neutor-Sperre geplant
SPÖ, Bürgerliste und Neos planen Neutor-Sperre

Präsentierten ihr Verkehrskonzept: Lukas Rößlhuber (Neos), Bernhard Auinger (SPÖ) und Johann Padutsch (Bürgerliste).
  • Präsentierten ihr Verkehrskonzept: Lukas Rößlhuber (Neos), Bernhard Auinger (SPÖ) und Johann Padutsch (Bürgerliste).
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SALZBURG. Neos, SPÖ und Bürgerliste wollen Innenstadt-Sperre für Individualverkehr umsetzen.

Geht es nach der Bürgerliste und ihrem Verkehrsstadtrat Johann Padutsch, wäre das Neutor in der Innenstadt seit Jahren für den Individualverkehr gesperrt. In einer Allianz mit Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) und Baustadtrat Lukas Rößlhuber (Neos) findet Padutsch nun politische Unterstützung für die Idee.

Kreisverkehr Hildmannplatz

Das am Montag präsentierte Innenstadtkonzept sieht vor, dass das Durchfahren der Altstadt über das Sigmundstor und den Museumsplatz für den Individualverkehr nicht mehr möglich sein wird. Ausgenommen sind Taxis, Busse, Fiaker, Lieferverkehr und Bewohner.

Am Museumsplatz (Haus der Natur) und dem Franz-Josef-Kai soll der Verkehr dann wieder geradeaus durchfahren, ohne über den Anton-Neumayr-Platz umgeleitet zu werden. Am Hildmannplatz soll dauerhaft ein Kreisverkehr errichtet werden.

"Es wird Zeit, dass dieses Stück Altstadt endlich vom Verkehrswahnsinn befreit wird und seine urbanen Qualitäten entfalten kann. Wir bekommen Autofahrten aus der Altstadt hinaus, gerade auch vor dem Haus der Natur und am Anton-Neumayr-Platz und können den öffentlichen Verkehr beschleunigen", betont Padutsch. Sein Regierungskollege von der SPÖ, Bernhard Auinger, erwartet sich eine Erhöhung der Verkehrssicherheit, eine Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs sowie eine Verbesserung der Luftqualität in der Innenstadt.

Verkehrsbelastung in anderen Stadtteilen

"Durch die Umsetzung dieser Maßnahme entsteht ein neues Altstadtviertel, welches wir in der Zukunft auch gestalten werden“, so Rößlhuber. Der Durchzugsverkehr würde sich laut Verkehrsplanern auf die Ausweichroute Lindhofstraße und Sinnhubstraße verlagern, was zu einer Verkehrszunahme am Müllnerhügel führen wird. An der Kreuzung Müllner Hauptstraße/Gaswerkgasse würde sich dies durch häufigere Staus äußern.

In der Innenstadt erhoffen sich Padutsch, Auinger und Rößlhuber dafür eine Verkehrsberuhigung von bis zu 66 Prozent.
Ein entsprechender Amtsbericht soll bereits im Planungsausschuss am Donnerstag diskutiert und beschlossen werden.

Harald Preuner gegen eine Sperre

Für Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) kommt eine Sperre des Neutors nicht infrage. Dies würde nur den Autoverkehr in Lehen, Aiglhof und Mülln, aber auch dem Nonntal erhöhen, heißt es aus dem Büro Preuner. Dies sei bereits 2013 von Verkehrsexperten untersucht worden. Damals habe sich gezeigt, dass die Neutorsperre zu 14 Prozent mehr Fahrzeugen in der Nonntaler Hauptstraße und der Erzabt-Klotz-Straße geführt habe, heißt es aus dem Büro Preuner.

Kritik kommt auch von der FPÖ: "Eine Sperre des Neutors für den Individualverkehr wird keine Unterstützung von uns bekommen. Den Ausweichrouten in Lehen und Maxglan droht ein Verkehrsinfarkt", so Klubobmann Andreas Reindl. Die KPÖ Plus verlangt eine generelle Verkehrsentlastung. "Wir brauchen keine Verkehrspolitik, die nur an die Altstadt denkt und den Schwarzen Peter den anderen Stadtteilen zuschiebt", betont Kay-Michael Dankl.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar im Stadtblatt Salzburg

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