17.11.2016, 09:39 Uhr

Das Ohr ist ein "Alarmorgan"

HNO-Primar Gerd Rasp referierte beim MINI MED Studium über Hörstörungen – im Bild mit Moderatorin Angelika Pehab. (Foto: Sabine Bernetstätter)

Und deshalb ist das Gehör ständig im Einsatz, informiert HNO-Facharzt Gerd Rasp beim MINI MED Studium in Salzburg.

SALZBURG (ap). "Unsere Ohren sind pausenlos aktiv. Das liegt auch daran, dass das Gehör von jeher als Alarmorgan fungiert und früher unter anderem vor wilden Tieren gewarnt hat", informiert HNO-Primar Gerd Rasp im Rahmen des Mini Med Studiums in Salzburg. Damit ist unser Gehirn ständig mit bewusst und unbewusst wahrgenommenen Geräuschen konfrontiert.

Hören und Demenzprävention

Betroffene mit einem Hörschaden sollten möglichst früh mit einem Hörgerät versorgt und therapiert werden, denn das Gehirn kann die Fähigkeit verlieren, Geräusche oder Sprache zu verarbeiten. Das Hören ist auch an die geistige Leistungsfähigkeit gekoppelt, daher ist der rasche Ausgleich eines beginnenden Hörverlustes beispielsweise im fortschreitenden Alter wichtig. Dahingehend spielt Hören auch hinsichtlich Demenzprävention eine wichtige Rolle.

Umfassendes Bild über Hören

Primar Rasp bildete auf verständliche Weise Erkrankungsbilder am Hörorgan, Möglichkeiten von Hörtest sowie verschiedene Arten von Schwerhörigkeit in Zusammenhang mit geeigneten Kompensationsmöglichkeiten ab. Dabei gilt: "In jedem Fall muss der Patient individuell betrachtet und entsprechend darauf reagiert werden", so Rasp. Nur warten sollte man bei einem beginnenden Hörverlust nicht zu lange, denn die Hörschäden verbessern sich von alleine nicht.
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