12.10.2017, 12:05 Uhr

Jazz & the City - In Salzburg pulsiert der Groove

Andreas Gfrerer, Altstadtobmann, Tina Heine, Intendantin, Inga Horny, Altstadtmarketing (Foto: wildbild)

Das Musikfest des Altstadtverbandes ist zu einem der wesentlichsten Jazzfestivals Europas gewachsen.

SALZBURG (lin). Fünf Tage, 56 Bühnen, mehr als 100 Konzerte von Bands aus halb Europa und freier Eintritt. Das sind die Eckdaten des Festivals "Jazz & the City" von 25. bis 29. Oktober. Aber es geht um mehr: Seit 18 Jahren veranstaltet der Altstadtverband Konzerte in Salzburger Lokalen für Salzburger und verschenkt damit ein europaweit unvergleichliches Musik-Fest. Und da geht jeder hin. Dafür werden berufliche Termine verschoben und Lieblingsserien im Fernsehen beiseite gelassen. Da geht Salzburg aus, feiert, hört Musik, trifft Freunde, entdeckt Lokale, lässt sich durch die Stadt treiben treiben und vom Jazz (und seinen vielen Verwandten) verführen. Das ist Jazz & the City.

Lokale, Beisln und mehr

Die Wirte und Hotelliers sind das Herzstück dieses Festivals. Sie stellen ihre Loake als Bühnen zur Verfügung und sie zahlen rund ein Drittel des Festival-Budgets von rund 420.000 Euro. Sie sind die Alt-"Stadt des Jazz", zumindest in jenen fünf Tagen des Festivals, in denen das Angebot an musikalischen Neuheiten so dicht ist, dass selbst eingefleischte Kenner des Jazz nicht wissen, wo man am besten anfängt. Das Stadtblatt empfiehlt daher: Nicht nachdenken, rein ins Vergnügen, überall warten Überraschungen auf das Publikum, das auch heuer - das sei prophezeiht - die 20.000er-Grenze wieder deutlich überschreiten wird. 
Neu ist in  diesem Jahr, dass auch bewährte Institutionen wie das Jazzit, das Jugendzentrum Yoco im Markussaal, die Uni Mozarteum, das Künstlerhaus, das Kleine Theater, die Kollegienkirche, der Marmorsaal im Schloss Mirabell, das Musikum, oder auch Geschäfte wie Riverside-Guitars oder Juwelier de Ungaria eingebunden sind. Eine gute Idee macht eben vor nichts halt.

Salzburg als Jazzstadt? Und ob!

Vor 18 Jahren standen drei, vier Konzerte auf dem Programm. Von Jahr zu Jahr hat sich "Jazz & the City" professionalisiert, nicht zuletzt durch den Input von Gerhard Eder, der sich nach dem Jazzfestival Saalfelden in der Stadt intensiv eingebracht hat. Jetzt ist die Hamburgerin Tina Heine für das Programm verwantwortlich, und die weiß was sie tut. "Ich bin pedrmanent in Europa unterwegs und suche Bands. Was ich hier in Salzburg präsentiere , ist nicht nur, was mir persönlich gefällt. Ich liebe den frei improvisierten Jazz aus Skandinavien, bei dem es nichts zum Mitschnippen gibt, ganz besonders. Aber ich will das Publikum mitnehmen. Daher gibt es einen Mix aus den vielen Stilrichtungen, auch kreativ Volkmusikalisches ist da vertreten, Singer Songwriter, Poppiges und Rockiges, Elektronik und vor allem gibt es und unendlich viele Bands, die einfach gute Musik spielen."

Stadt verspricht: "Es geht weiter"

Das sagte Interims-Bürgermeister Harald Preuner, der diese Großveranstaltung von Heinz Schaden geerbt hat. Immerhin, die Stadt zahlt den Löwenanteil des Budget und weiß, was sie an Jazz & the City hat. Die Salzburger auch.
Details zum Programm unter www.salzburgjazz.com, Gratis-App für das inividuelle Festivalprogramm im Appstore.

 
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