11.10.2016, 16:26 Uhr

Pinzgauer Skigebiete sind für die kommende Saison gerüstet

Präsentierten die Highlights der kommenden Wintersaison im Pinzgau: Ferdinand Eder vom Fachverband der Salzburger Seilbahnen, Erich Egger Vorstand Schmittenhöhebahn AG, Helmuth Thomas,GF Saalbacher Bergbahnen GmbH, Norbert Karlsböck Vorstand Gletscherbahnen Kaprun AG (Foto: Franz Neumayr/SB)

Für den heurigen Winter haben Gletscherbahnen Kaprun, Schmittenhöhebahn und Saalbacher Bergbahnen 69,2 Millionen Euro investiert.

Jetzt muss es Frau Holle nur noch richtig Winter werden lassen – denn dass die drei große Pinzgauer Skigebiete Kitzsteinhorn, Schmitten und Saalbach-Leogang-Fieberbrunn ihre Hausaufgaben während der vergangenen Monate erledigt haben, das veranschaulichten Seilbahnen-Obmann Ferdinand Eder, Schmittenhöhebahn-Vorstand Erich Egger, Saalbacher Bergbahnen-Geschäftsführer Helmuth Thomas und Gletscherbahnen Kaprun-Vorstand Norbert Karlsböck bei einem Pressegespräch in Salzburg.

Die wichtigsten Daten in aller Kürze: Die neue Saisonkarte "Ski Alpin Card" gilt vom 15. Oktober bis zum 1. Mai und kostet beim Einkauf bis zum 6. Dezember 535 Euro (danach 625 Euro) für Erwachsene. Die bei Familien beliebte Samstags-Aktion "Power of Zehn" – Kinder und Jugendliche zahlen nur zehn Euro für das Tagesticket – geht heuer in die siebte Saison. "Ich weiß nicht, wem diese Marketing-Bezeichnung eingefallen ist", scherzte Egger – sichtlich in der Voraussicht, dass sich der Preis wohl auch in den kommenden Jahren nicht erhöhen lassen wird.

Es kommt auf die Größe an

Um als Skigebiet erfolgreich zu sein, bedürfe es zweier Voraussetzungen: Größe und Schnee, stellte Eder klar. Mit 400 Pistenkilometern, 119 Bahnen und Liften, 18 Speicherteichen mit 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser sowie 1.700 Schneeaggregaten – von der Schneelanze bis zur Niederdruckpropellerkanone sind die Pinzgauer Skigebiete hervorragend gerüstet, auch für den Fall, dass Frau Holle nicht so richtig mitmachen sollte.

Jodel-Workshop, Ski-Brunch und Barbecue-Nights auf mehr als 2.000 Metern

Neben Investitionen in der Höhe von 69,2 Millionen Euro in neue Bahnen, mehr Komfort bei den Liftanlagen, Beschneiungstechnik haben die Bahnen auch allerhand Nützliches wie sechs Jukeboxx-Gondeln (eine Weltneuheit!) bei der neuen 10er-Kabinenbahn zellamseeXpress eingerichtet. Skifahrer und nicht skifahrende Wintergäste gleichermaßen sollen mit Events bei Laune gehalten werden: Mit dem Ice Camp am Kitzsteinhorn, das heuer einen Wald aus Eis darstellen wird, aber auch mit Jodel-Workshops im Sonnkogel-Restaurant auf der Schmitten, Weingenuss-Tagen, drei Barbecue-Nights in der Gletschermühle Kaprun auf 2.700 Metern oder Ski'n'Brunch-Terminen, an denen die Schmitten ihre Bahnen bereits um sieben Uhr morgens für Freunde unberührter, aber bestens präparierter Pisten öffnet und anschließend zu einem "guten Frühstück" – zum Beispiel auf der mit dem US-Architekturpreis in Bronze ausgezeichneten Schmiedhofalm – einlädt.

Zwei neue Bahnen für Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Noch einmal zurück zu den Investitionen in Höhe von 69,2 Millionen Euro: 42,2 Millionen Euro davon entfallen alleine auf den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang und Fieberbrunn. Dort schlagen zwei neuen Bahnen mit 28 Millionen Euro zu Buche: einmal die neue 10er-Kabinen-Einseilumlaufbahn, die die Förderleistung der alten Schönleitenbahn von 2.048 Personen pro Stunde auf 3.200 pro Stunde erhöht; und einmal der bereist erwähnte neue zellamseeXpress, der den Zwölferkogel mit den Übungsliften am Westgipfel verbindet und am 17. Dezember eröffnet werden soll. Die fast drei Kilometer lange Bahn (Fahrzeit rund zehn Minuten) verbindet die Schmitten mit der Winkelstation oberhalb Viehofens und eröffnet eine 3,5 Kilometer lange Anfahrt ins Glemmtal.


Zweiter Speicherteich für Leogang

In Leogang flossen 4,2 Millionen Euro in einen zweiten Speicherteich mit einem Fassungsvermögen von 74.000 Kubikmetern Wasser bei der Asitzbahn – so dass nun die Pisten bei Asitzbahn und Steinbergbahn gleichzeitig beschneit werden können. 40 zusätzliche Schneekanonen im Skicircus und eine in der Bergstation Zell am See integrierte Photovoltaikanlage – insgesgamt verfügt die Region über 2.800 Quadratmeter Panelfläche – sollen für die Kunstschneeproduktion sorgen.

Sesselbahn ersetzt zwei Schlepplifte am Kitzsteinhorn

Auf dem Kitzsteinhorn – hier wurden 9,5 Millionen Euro in die Hand genommen – ersetzt voraussichtlich ab November eine kuppelbare Achtersesselbahn zwei bisherige Schlepplifte im Gletscherbereich. Auf 2.700 Metern ist das damit Salzburgs höchstgelegene Sesselbahn, wie Karlsböck nicht ohne Stolz erklärte. Gleichzeitig wurde die SChlagkraft der Beschneiungsanglagen – ja, auch im Gletscherbereich braucht es Kunstschnee – um ein Drittel erhöht, zwei Hektar Pisten sind damit zusätzlich beschneibar.

In der Vorjahressaison haben die Pinzgauer Skigebiete mit 82 Millionen Euro erstmals die 80-Millionen-Euro-Umsatzgrenze gesprengt. Vom Zusammenschluss mit Fieberbrunn mit Saalbach Hinterglemm Leogang hat übrigens ersteres besonders profitiert: Fieberbrunn konnte im ersten gemeinsamen Jahr seinen Umsatz von sechs auf neun Millionen Euro steigern.
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