Wenn die Kunst Geduld erzeugt
Die Malerin: Sonja Orasche

Die Malern: Sonja Orasche liebt Farben und Gesichter
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Ihre Bilder sind ihre Lehrmeister – Sonja Orasche ist Immobilienmaklerin, beschäftigt sich dabei mit dem Marketing und stellt ihre Bilder in internationalen Galerien aus. Die Oberalmer Malerin liebt Farben, hat aber keine Scheu vor monochromen Bildern und kann sich für interessante Gesichter immer wieder begeistern.

HALLEIN. Das lichtdurchflutete Atelier von Sonja Orasche befindet sich in einer Seitenstraße die Oberalm und Hallein vereint. Die Gesichter von Dita von Teese, Roger Moore und Audrey Hepburn bilden das Empfangskomitee.

„Dass ich heute male, habe ich indirekt meiner Mutter zu verdanken. Sie ist in einen Aquarellkurs gegangen und kam mit einem Bild eines eingetrockneten Herbstblattes nach Hause. Das hat mich so fasziniert, dass ich zum nächsten Kurs gleich mitgegangen bin“, schildert Sonja Orasche ihren Einstieg in die Malerei.

Es folgten einige Kurse, darunter ein Meisterkurs und derzeit ein Studium der Malerei an der freien Akademie der Bildenden Künste Kolbermoor.

„Ich finde, man hat nie ausgelernt und man muss sich selbst weiterentwickeln“, sagt Sonja Orasche bescheiden.

Von Selbstüberschätzung hält Sonja Orasche nichts, sondern ist mehr für eine ständige Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und der eigenen Persönlichkeit.
  • Von Selbstüberschätzung hält Sonja Orasche nichts, sondern ist mehr für eine ständige Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und der eigenen Persönlichkeit.
  • Foto: Katharina Lassnig
  • hochgeladen von Martin Schöndorfer stadtNAH

Die Persönlichkeit entwickeln

Von Selbstüberschätzung hält sie nichts, sondern ist mehr für eine ständige Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und der eigenen Persönlichkeit. In dieser Lehrzeit der Kunst hat sie einen sehr ausdrucksstarken Stil entwickelt. Ihre farbenfrohen und lebendigen Bilder erfassen das Unbekannte in den Gesichtern bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten. Sie greift in ihren Acryl-Arbeiten den geheimnisvollen Mythos ihrer Protagonisten auf und lässt diese Ikonen der Musik- und Filmgeschichte durch ihren Stil schleierhaft und (noch) geheimnisvoll erscheinen. Künstler wie Marilyn Monroe, James Dean sowie der erst jüngst verstorbene Sir Sean Connery oder Morris Hayes (Band „New Power Generation“) zeigen ganz neue, geheimnisvolle Aspekte ihrer Persönlichkeiten.

Gerührt und nicht geschüttelt. Sonja Orasche mit zwei Gentlemen im Auftrag ihrer Majestät: Sir Thomas Sean Connery und Sir Roger George Moore.
  • Gerührt und nicht geschüttelt. Sonja Orasche mit zwei Gentlemen im Auftrag ihrer Majestät: Sir Thomas Sean Connery und Sir Roger George Moore.
  • Foto: Martin Schöndorfer
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Im Gegensatz zur Monroe, Connery oder Dean ist der langjährige Weggefährte und Musiker von Prince sehr aktiv und einer der aktuellen Kunden der Malerin:

„Eigentlich wollte ich ihm das Bild, das eine Auftragsarbeit von Hayes ist, persönlich bei einem Konzert seiner Europatournee im Sommer übergeben. Aber es musste, wie so viele Veranstaltungen 2020, abgesagt werden.“

So hängt das Bild einstweilen neben anderen aktuellen Werken im Schulungsraum ihres Ateliers, wo sie mittlerweile – längst über den Amateurstatus hinausgewachsen – selbst Kurse gibt.
Wenn die Kunst Geduld erzeugt Die Räumlichkeiten ihres Ateliers – unter anderem möbliert mit einer alten, hölzernen Werkbank und einer offenen Kaffeeküche – strahlen gemeinsam mit dem hellen Schulungsraum Heiterkeit und Freundlichkeit aus, die sich in den Bildern scheinbar widerspiegeln. Diese Bilder, obwohl zweidimensional, wirken, als würde der Geist der gemalten Motive direkt bis zum Betrachter strahlen.

„Ich versuche immer das Typische der Persönlichkeit herauszuarbeiten. Dabei lege ich in jedes Bild wahnsinnig viel Herzblut hinein. Meine Bilder sind meine Lehrmeister – die mich anleiten, geduldig zu sein, um in kleinen Schritten ans Ziel zu gelangen. Sie lehren einen, gut zu überlegen, bevor man Aktionen setzt. Niemals aufzugeben, aber auch im richtigen Moment zu erkennen, wann ein Werk vollendet ist.“

Bei dieser akribischen Arbeitsweise verwundert es nicht, wenn abends schon einmal eines der Bilder mit in ihr Heim wandert und dort einige Zeit verweilt, bis es weitergemalt werden will.

„Das jeweilige Bild steht dann bei mir im Flur oder Wohnzimmer. Jedes Mal, wenn ich daran vorbeigehe, schaue ich es an. Dabei entdecke ich ganz viel und das Bild entwickelt sich.“

Bei diesem Entwicklungsprozess ist das Schauen entscheidend für die Künstlerin. 

„So stellt sich heraus, was wichtig und was in Wirklichkeit unwichtig ist.“ Als Beispiel führt sie ihre aktuelle Arbeit an: Sie zeigt einen jungen Afro-Europäer, der sehr ernst blickt. „Das Bild stellt den Sohn eines Bekannten aus Hamburg dar. Es ist der Auftakt zu einer ganzen Serie, die sich mit der internationalen Black Lives Matter-Bewegung auseinandersetzen wird.“

Das Bild stellt den Sohn eines Bekannten aus Hamburg dar. Es ist der Auftakt zu einer ganzen Serie, die sich mit der internationalen Black Lives Matter-Bewegung auseinandersetzen wird.“
  • Das Bild stellt den Sohn eines Bekannten aus Hamburg dar. Es ist der Auftakt zu einer ganzen Serie, die sich mit der internationalen Black Lives Matter-Bewegung auseinandersetzen wird.“
  • Foto: Martin Schöndorfer
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Bei diesem Werk hat die Malerin den Fokus auf das Gesicht und den ernsten Blick des Jungen gelegt. Die gedämpften Farben verstärken das ernste Thema. Ihre substanziell starken Bilder hängen derzeit unter anderem in der Art Gallery Van Gogh in Madrid, zuvor waren sie bereits in der Kunstmesse in Luxemburg und im Sommer in der Salzburger Galerie QueenBerg am Makartplatz zu bewundern.

hre substanziell starken Bilder hängen derzeit unter anderem in der Art Gallery Van Gogh in Madrid, zuvor waren sie bereits in der Kunstmesse in Luxemburg und im Sommer in der Salzburger Galerie QueenBerg am Makartplatz (Bild) zu bewundern.
  • hre substanziell starken Bilder hängen derzeit unter anderem in der Art Gallery Van Gogh in Madrid, zuvor waren sie bereits in der Kunstmesse in Luxemburg und im Sommer in der Salzburger Galerie QueenBerg am Makartplatz (Bild) zu bewundern.
  • Foto: Martin Schöndorfer
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Daten und Fakten

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Konzessionierte Immobilienmaklerin, Tätig im Familienbetrieb
Aufgabenbereich: Werbung und Marketing
Kritiker: „Die schärfsten Kritiker sind meine Familie – besonders meine 15-jährige Tochter hat einen strengen Blick auf meine Bilder.“

Sonja Orasche ist längst über den Amateurstatus hinausgewachsen. Im Schulungsraum ihres Ateliers gibt sie mittlerweile selbst Kurse gibt.
  • Sonja Orasche ist längst über den Amateurstatus hinausgewachsen. Im Schulungsraum ihres Ateliers gibt sie mittlerweile selbst Kurse gibt.
  • Foto: Martin Schöndorfer
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