03.10.2014, 00:00 Uhr

Übung der Bergrettungshundestaffel OÖ auf der Katrinalm

BAD ISCHL. Von Samstag 13. bis Sonntag 14. September trafen sich Diensthundeführer der Bergrettung aus ganz Oberösterreich auf der Katrinalm in Bad Ischl um ein möglich realitätsnahes Ausbildungs- und Übungswochenende abzuhalten. Trotz starken Regens waren 12 Einsatzteams bestehend aus Hund und Hundeführer an der zweitägigen Ausbildung beteiligt. Am Samstag wurde bereits die Auffahrt mit der Katrinseilbahn in die Übung eingebunden denn die Übungsannahme sah vor, dass eine Person ihr Auto auf dem Parkplatz vor der Seilbahn abgestellt hatte und dann verschwunden war.

Die Hundestaffel der Bergrettung bekam nun den Auftrag, den vermissten Wanderer im Katringebirge zu finden. Sofort wurden auf alpines Gelände spezialisierte Stöberhunde losgeschickt, um den bewaldeten Bereich rund um die Seilbahn Talstation sowie die Wanderwege Richtung Katrinalm abzusuchen.

Um herauszufinden, ob der vermisste Wanderer vielleicht mit der Seilbahn auf die Katrin gefahren war oder einen anderen Weg gewählt hatte, wurde ein speziell auf Individualgeruch trainierter Mantrailinghund zum Einsatz gebracht. Dieser prägte sich zuerst mithilfe von im Innenraum des abgestellten Fahrzeuges gesicherten Geruchsträgern den jedem Menschen unverkennbar zuordenbaren Individualgeruch der vermissten Person ein. Dann wurde der Hund zur Einstiegstelle der Seilbahn Talstation gebracht und musste in jede der vorbeifahrenden Gondeln riechen, bis er bei einer Bestimmten seinem Hundeführer durch bellen und kratzen eindeutig signalisierte, dass der vermisste Wanderer in genau dieser Gondel gewesen war.

Sofort beorderte der Einsatzleiter die Stöberhunde zur Seilbahn um die Einsatzteams mit dieser kräfte- und zeitschonend auf die Katrinalm zu bringen und die Suche dort weiterzuführen. Mit Suchketten von bis zu sechs parallel nebeneinander suchenden Diensthunden wurde der gesamte Bereich zwischen Seilbahn Bergstation und dem sogenannten Feuerkögerl abgesucht und tatsächlich konnte nach etwa einer Stunde Suchzeit in einem steilen Waldstück das Bellen eines Stöberhundes vernommen werden. Für die Hundeführer ein untrügliches Zeichen, dass der Hund die versteckte Person gefunden und somit die Einsatzübung zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht hatte.

Am Sonntag trainierten die Bergretter noch die sogenannte ‚Wegsuche‘ mit Hunden auf den zahlreichen Aufstiegen zur Katrinalm. Speziell im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, kommt es immer wieder vor dass Wanderer am späten Nachmittag beim Abstieg in der einsetzenden Dämmerung den Weg verlieren und sich verirren. Rasch zur Einsatzstelle gebrachte Suchhunde können sehr effizient das Gelände beidseits von Wegen absuchen indem sie systematisch zwischen dem am Weg gehenden Hundeführer und dem Angelände hin und her pendeln und somit schnell ein großes Gebiet auch bei Dunkelheit absuchen.

Letztendlich haben die Hundeführer der Bergrettung Oberösterreich ein intensives und lehrreiches Ausbildungswochenende in Bad Ischl verbracht und sind dadurch wieder bestens vorbereitet, um in alpine Notlagen geratenen Menschen zu helfen. An dieser Stelle sei auch der guten und tatkräftigen Unterstützung durch die Mitarbeiter der Katrinseilbahn gedankt. Auch sie spielen bei der Suche nach im Gebirge vermissten Personen immer wieder eine wichtige Rolle.
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