17.07.2017, 08:51 Uhr

grafikeria centurion racing top bei Trophy 2017

Das Team grafikeria centurion racing powered by muki mit ihren vielen Trophäen

Das Team grafikeria centurion racing powered by muki, gemeinsam mit ihrem Grafikeria Master Team, können ein nahezu perfektes Rennwochenende bei der 20. Auflage der Salzkammergut Trophy 2017 verzeichnen. Gleich zehn "Stoana", die Trophäen der Trophy, heimste das Bad Ischler Rennteam bei der Großveranstaltung mit insgesamt über 4500 Startern auf verschiedenen Distanzen ein. Dabei waren die Bedingungen der Strecke und der Wetterlage so schlecht wie seit Jahren nicht, regnete es doch immer wieder heftig die Tage davor und am Renntag. Extrem aufgeweichte und ausgewaschene Trails waren das Ergebnis, die das Rennen zur Schlammschlacht machten.

Einmal Hölle und zurück – die Langdistanz

Die grafikeria-Biker gingen auf insgesamt vier Strecken auf Podestjagd, auf der langen 210 Kilometer-Strecke, auf der 70-Kilometer-Distanz mit Start in Obertraun, auf der "wilden" All-Mountain-Strecke mit 55 Kilometern und Start in Bad Ischl, und auf der schnellen 50-Kilometer-Strecke mit über 1500 Startern. Andreas Dollinger wollte wie jedes Jahr die Langdistanz mit 210 Kilometern und über 7100 Höhenmeter bezwingen, nachdem er in den Vorjahren schon die Gesamtplatzierungen sechs, fünf und zuletzt Rang vier erreichte. Doch leider hat es das Rennwochenende nicht gut gemeint mit dem österreichischen Marathon-Meister, denn wie 2016 schied Dollinger auch heuer aus dem Bewerb aus, der einzige Wehrmutstropfen für das grafikeria centurion Team. In Schlagdistanz auf Gesamtrang elf liegend, bog Dollinger in Bad Aussee falsch ab und musste bei Kilometer 96 aufgeben.

Topplatzierung auf der 70 Kilometer Strecke

Ganz anders verlief der Renntag für seine Kollegen. Auf der 70-Kilometer-Distanz mit über 2500 Höhenmetern bewies Peter Prechtl vom Grafikeria Master Team seine Topform und konnte sich den 1. Platz in seiner Klasse sichern. Zehn Jahre hat er darauf gewartet nach eigenen Angaben, bei der Trophy 2017 ist es ihm endlich gelungen. Markus Schweiger, der UEC Vizeeuropameister des Vorjahres, hatte leider keinen guten Tag und finishte das Rennen auf dem 18. Gesamtrang.

All-Mountain-Strecke – bestes Team

Wild ging es, wie jedes Jahr, und heuer noch viel mehr, auf der All-Mountain-Strecke zur Sache. Die Trails waren durch den Regen teils extrem schwer zu befahren, das hinderte die gut 250 Starter aber nicht daran, diese Herausforderung anzunehmen. Angemeldet waren für diese Distanz über 400 Fahrer, und wie bei der 210 Kilometer Strecke, entschieden sich aufgrund der Bedingungen viele Fahrer kurzfristig für eine andere Strecke. Martin Gebeshuber, der Gesamtsieger aus dem Jahr 2015 ging mit der Startnummer eins in den Bewerb und erkämpfte sich bei dem heuer sehr stark besetzten Teilnehmerfeld den 3. Gesamtrang mit einer Zeit von 2:45:01, bei 55 Kilometer und 1820 Höhenmetern. Manuel Sölkner, heuriger Gastfahrer der grafikeria-Biker, zeigte eine Top-Performance und finishte auf Gesamtrang fünf. Dominik Peinsteiner sicherte sich den Sieg in der Regionalwertung, Alexander Savel stand gleich neben ihm am Podest mit Platz 3 und der Teamsieg ging ebenfalls mit großem Abstand an das grafikeria-Team.

Gesamtrang 2 und bestes Team auf der 50 Kilometer Strecke

Auch auf der sehr schnellen 50er Strecke war das Team grafikeria centurion racing powered by muki mit knapp tausend Finishern ganz vorne. Manfred Zöger, der heuer für das Team startete, fuhr mit einer Zeit von 2:19:49 auf den 2. Gesamtrang. Norbert Mayer sicherte sich mit Gesamtrang acht den Klassensieg. Johann Klackl zeigte auch in Goisern seine heurige Topform und belegte Gesamtrang 12 und den 2. Platz in der Regionalwertung. Somit waren gleich drei grafikeria-Biker unter den besten zwölf Fahrern, was den Teamsieg mit knapp sechzig gewerteten Teams bedeutete. Auf Christa Linortner vom Grafikeria Master Team war für die Mannschaft auch wieder Verlass. Sie belegte den 2. Platz in der Regionalwertung bei den Damen.

Der Teamchef ist glücklich

Der Teamchef, Alexander Savel, ist nach diesem Resultat natürlich sehr zufrieden: "Es war wie letztes Jahr für uns eine unglaublich erfolgreiche Veranstaltung. Es hat einfach alles gepasst. Bis auf unseren Andi Dollinger. Er hatte leider heuer wieder Pech auf der Langdistanz. Aber dort muss halt wirklich alles passen und es kann so viel passieren. Er hat nächstes Jahr wieder die Chance. Sonst gibt es absolut nichts auszusetzen. Nahezu jeder unserer Starter konnte sich am Podest platzieren. Für unser Heimrennen und mit der größten Veranstaltung dieser Art in Österreich ist das natürlich immer besonders und auch wichtig. Wir wollen ja auch, gerade hier für unsere regionalen Sponsoren, unser Team stark positionieren. Das ist uns heuer wieder gelungen. Es war dann auch eine lange Party danach. Aber die war verdient."

Fotocredit: Joachim Gamsjäger
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