22.08.2016, 08:34 Uhr

Hoch und Tief beim GCR

Extreme Freude und extremer Ärger liegen leider oft genau nebeneinander. So auch für das Team grafikeria centurion racing powered by muki am vergangenen Rennwochenende, bei zwei der wichtigsten Rennen der Saison, im Zuge der österreichischen Rennserien TopSix und der Centurion Mountainbike Challenge.

Extreme Freude, und somit ein vielversprechender Wochenend-Auftakt gab es gleich in Mühldorf in der Wachau, das vorletzte TopSix-Rennen, am vergangenen Samstag. Andi Dollinger und Markus Schweiger traten wieder an der Langdistanz an. Dabei musste Schweiger einen Defekt an seinem Bike hinnehmen, der ihm ein Finishen des Rennens unmöglich machte. Dollinger seinerseits fuhr „das Rennen seiner Saison“, wie er selbst sagt. Auf 70 Kilometern und 3000 Höhenmetern hatte er ein unglaublich starkes Gefühl und beendete das Rennen auf dem 2. Gesamtrang (1. AK). Somit scheint ihm der Gesamtsieg in der österreichischen TopSix-Wertung fast sicher. Es ist noch ein Rennen in St. Georgen ausständig, bei dem rein rechnerisch sein stärkster Mitstreiter, Andreas Gatterer, noch die Führung übernehmen kann, dies scheint aber eher unwahrscheinlich. Genau weiß man es dann am 3. September, nach dem Granitbeisser-Marathon in St. Georgen am Walde.

Extremer Ärger folgte postwendend am Tag darauf, in Graz/Stattegg, beim vorletzten und sehr wichtigen Rennen der Centurion Mountainbike Challenge. In der Gesamtwertung der Rennserie ist es äußerst knapp, hier zählt jeder Punkt, und genau diese wichtigen Punkte wurden auf der Langdistanz Norbert Mayer und Markus Schweiger verwehrt, da ein Streckenabschnitt nicht gekennzeichnet war, und die beiden, so wie viele andere Rennfahrer, lange in die falsche Richtung fuhren. Auf Gesamtrang zwei und drei liegend, mit Aussicht dieses Ergebnis sicher verbuchen zu können, landeten die beiden aufgrund des Zeitverlustes auf Gesamtrang 7 (Schweiger) und 9 (Mayer). Dennoch gab es für die beiden den Doppelsieg in der Klasse mit dem Sieg von Schweiger und Platz 2 für Norbert Mayer.

Martin Gebeshuber, der auf den Medium-Distanzen immer ein Garant für einen Podestplatz ist, musste in Graz den Gesamtsieg ziehen lassen. In sicherer Führung schlug ihm fünf Kilometer vor dem Ziel der Reifen durch, ein Platten, der sich nicht mehr reparieren ließ. Somit musste er sich schiebend, laufend und auf der Felge rollend ins Ziel schleppen. Gesamtrang 5 (AK 4) war das Endresultat. Das könnte ihm den Gesamtsieg in der Challenge gekostet haben, dementsprechend enttäuscht war er demnach im Ziel.

Der Teamcaptain, Norbert Mayer, zeigt sich verärgert über die Zustände in Graz: „Defekte am Bike lassen sich nicht verhindern, das gehört zum Rennsport. Sie sind ärgerlich, aber diese können jeden treffen. Aber Strecken nicht richtig, oder teilweise gar nicht zu beschildern, ist schlichtweg lächerlich. In Graz besonders, da der Veranstalter am Vortag von Bike-Kollegen noch auf die Stelle hingewiesen wurde, und nichts unternommen wurde. Für die Serien-Gesamtwertung war das äußerst schlecht für uns. Dennoch freuen wir uns über den Klassen-Doppelsieg und für unseren Andi, der Mühldorf ein unglaubliches Rennen gefahren ist!“
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