Täter gaben sich als Polizisten aus
87-Jährigen um Gold und Bargeld betrogen
- Ein 87-Jähriger aus dem Bezirk Schärding fiel den Anrufbetrügern zum Opfer.
- Foto: PantherMedia / megaflopp
- hochgeladen von Christina Hartmann
Mit einer hinterhältigen Methode haben bislang unbekannte Täter einen 87-Jährigen aus dem Bezirk Schärding um Gold und Bargeld betrogen. Die Polizei bittet um Vorsicht.
BEZIRK SCHÄRDING. Ein 87-Jähriger aus dem Bezirk Schärding erhielt am 28. August 2026 einen Anruf, bei dem sich der Anrufer als Kriminalbeamter ausgab. Dieser suggerierte dem Pensionisten, dass die Polizei eine Einbrecherbande erwischt habe. Bei der Bande hätten sie einen Zettel gefunden, auf dem potenzielle weitere Opfer notiert gewesen wären. Auch der Name des 87-Jährigen scheine dort auf.
Um Gold und Bargeld betrogen
Ein paar Tage später erhielt das Opfer einen neuerlichen Anruf, bei dem ihm mitgeteilt wurde, er solle seine Goldmünzen mit möglichst wenig Fingerabdrücken vor die Haustüre legen, da diese von den Kriminalbeamten abgeholt werden würden. Auch solle er sich im Haus unauffällig verhalten und sich so wenig wie möglich sehen lassen. Dem kam der Pensionist nach und die Münzen wurden von den Unbekannten abgeholt. Bei einem abermaligen Telefonat wieder ein paar Tage danach schafften es die Täter, den Mann dazu zu bewegen seine Sparbücher aufzulösen und das von der Bank abgeholte Bargeld wiederum vor der Haustür abzulegen. Auch das Geld wurde wenig später abgeholt.
Opfer ging zur Polizei
Nachdem der Mann danach nichts mehr von den vermeintlichen Polizisten hörte, kam ihm der Verdacht, einem Betrug zum Opfer gefallen zu sein und er verständigte die Polizei. Von den unbekannten Tätern fehlt jede Spur. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.
So schützen Sie sich
Wie die Polizei betont, fordert echte Beamte niemals Geld von Personen und erkunden sich nicht über das Vermögen. Die Polizisten kommen auch nicht zu Personen nach Hause, um deren Vermögen sicherzustellen. Um sich vor Anrufbetrügern zu schützen, sollten Sie folgende Ratschläge der Polizei beherzigen:
• Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, erfinden Sie eine Ausrede und legen Sie auf
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung
• Fordern Sie von angeblichen Polizistinnen oder Polizisten einen Dienstausweis
• Übergeben Sie niemals Geld, Gold oder Schmuck an Unbekannte
• Halten Sie im Zweifelsfall Rücksprache mit den angeblich betroffenen Personen oder kontaktieren Sie Vertrauenspersonen aus Ihrem persönlichen Umfeld
• Wenn Sie sich doch dazu hinreißen lassen, extra Geld abzuheben: sprechen Sie den oder die Bankangestellte/n an und erklären Sie die Angelegenheit. Nehmen Sie die Bedenken und Warnungen der Bank ernst.
• Geben Sie niemals Ihre Bankdaten am Telefon bekannt
• Rufen Sie die Polizei unter 133 und melden Sie den Vorfall. Fragen Sie nach, ob der Sachverhalt stimmen kann.
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