Pflegeberuf
Kopfingerin ist Pflegerin aus Berufung

Caritas-Mitarbeiterin Doris Strassl aus Kopfing bei der Pflege des 88 Jahre alten Otto. Die 43-Jährige ist gerne Pflegerin.
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  • Caritas-Mitarbeiterin Doris Strassl aus Kopfing bei der Pflege des 88 Jahre alten Otto. Die 43-Jährige ist gerne Pflegerin.
  • Foto: Caritas
  • hochgeladen von David Ebner

Die 43-jährige Doris Strassl aus Kopfing betreut und pflegt seit mehr als 20 Jahren Menschen.

KOPFING (ebd). Nach wie vor macht sie die Arbeit mit Begeisterung und ist seit einem Jahr im Caritas-Seniorenwohnhaus St. Bernhard in Engelhartszell. „Wenn man spürt, dass man zum richtigen Zeitpunkt da ist, wenn die älteren Menschen jemanden brauchen – das ist schön“, sagt Strassl. „Schon in der Hauptschule wusste ich, dass ich einen Sozialbetreuungsberuf ergreifen will“, erinnert sich die Mutter eines siebenjährigen Sohnes. „Meine Oma war pflegebedürftig – und ich habe als Kind schon immer ganz selbstverständlich mitgeholfen. Deshalb habe ich gleich nach meiner Friseurlehre an der Caritas-Schule die Familienhilfe-Ausbildung gemacht.“ Und dieser Berufsweg ist zu ihrer Berufung geworden.

Otto wartet bereits

In St. Bernhard ist Strassl gemeinsam mit ihren Kollegen im Wohnbereich für 15 Menschen da. „Meine Teilzeittätigkeit im Ausmaß von 20 Stunden lässt sich ganz toll mit dem Familienleben verbinden“, erzählt die Kopfingerin. Morgens helfen die Caritas-Mitarbeiter den Bewohnern bei der Körperpflege, verabreichen Tabletten und versorgen jene, die mit Magensonden ernährt werden. Sie bereiten das Frühstück vor und helfen beim Essen. So wie dem 88-jährigen Otto, der zu jenen Bewohnern gehört, die besonders auf Unterstützung angewiesen sind. „Die anderen sagen, was sie möchten. Aber jene, die sich nicht mehr ausdrücken können, bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit“, sagt Strassl. Denn das Wichtigste in diesem Beruf sei das Einfühlungsvermögen.

Herausfordernde Situationen

Natürlich gibt es auch herausfordernde Situationen: „Wenn ein Bewohner in seiner Welt lebt und ich alles versucht habe, ihn aber nicht erreichen kann, dann fühlt man sich hilflos", so Strassl. Für das eigene Leben habe die Kopfingerin viel mitgenommen: „Es sind Lebenserfahrungen, die dir keiner nehmen kann. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass der Moment zählt – und man aus dem Moment das Beste machen soll.“

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