Frauenfussball in Österreich
Union Dorf an der Pram-Damen im Portrait

Die Union Elements Dorf an der Pram Damen gibt es in der Form seit der Spielsaison 2018/19.
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  • Die Union Elements Dorf an der Pram Damen gibt es in der Form seit der Spielsaison 2018/19.
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"Frauenfussball in Österreich" stellt in einer Portraitserie Frauenteams aus Österreich vor: Die Damen der Union Elements Dorf an der Pram aus Oberösterreich kicken in der Landesliga Frauen OÖ.

DORF/PRAM. Der Verein Union Dorf an der Pram wurde 1948 gegründet und verzeichnete einige Erfolge und Meistertitel, ehe im Jahr 2016 auch eine Damenmannschaft installiert wurde. Entstanden ist diese aus der SPG Pramtal  (ehemalige Damenspielgemeinschaft des SV Riedau und des FC Andorf), die als neue Dorf/Andorf im Frauenfussball übernommen und gegründet wurde.
Als Sektionsleiter des Teams wurde Georg Wessely vom Vorstand der Union Dorf installiert. Als Trainer vertraute man auf Omer Tarabic, der bereits die SPG Pramtal coachte. Nach der ersten Saison stellte Tarabic seine Funktion zur Verfügung und Dominik Gehmair übernahm interimistisch, ehe Harald Hel für das Traineramt gewonnen wurde. Es folgte der Abstieg aus der Frauen Landesliga und die Auflösung der Spielgemeinschaft mit Andorf.

Meistertitel und Aufstieg

Seit der Saison 2018/19 wird ausschließlich in Dorf gespielt. Mit neuem Hauptsponsor Elements gelang ohne einzige Niederlage der Meistertitel in der Frauenklasse Süd/West. Dieser konnte gleichzeitig mit dem Titel der Herrenmannschaft in der Bezirksliga West, sowie einem Doppeljubiläum 70 Jahre Fußball und 60 Jahre Union in Dorf gefeiert werden. Nach der Herbstsaison und vor dem coronabedingten Abbruch lag das Team auf Platz 4 in der Landesliga Frauen OÖ.

Aktueller Kader

Melanie Gaderbauer, Eva Bichl, Julia Dürnberger, Barbara Ehrnleitner, Carmen Ennser, Nadine Feichtinger, Nadine Hager, Hanna Hinterholzer, Paula Hinterholzer, Lena Jetzinger, Franca Rosa Kislinger, Anja Kreuzhuber, Julia Ritzinger, Patricia Sperl, Lara Steiner, Amelie Stiglmayr, Christina Tiefenthaler, Johanna Voitleitner, Kathrin Voitleitner, Sophie Voitleitner, Tanja Vöcklinger, Sandra Weinhäupl, Sophia Zahrer, Marlene Zellinger

Drei Personen - Drei Fragen - Drei Antworten

Unseren Fragen im "Drei Personen - Drei Fragen - Drei Antworten"- Interview stellten sich Trainer Harald Hel, Kapitänin Julia Dürnberger und Sektionsleiter Georg Wessely

Harald Hel (Trainer)

Wie bist du zum Fußball gekommen und was waren die wesentlichen Stationen
bisher?

Durch meine Freunde kam ich mit 14 Jahren zum Fußball und war über 40 Jahre bereits als Spieler und Trainer tätig. Die Trainerstationen waren Thalheim, ESV Wels, Prambachirchen und Hofkirchen im Mühlkreis (Herrenteams), sowie Krenglbach und Dorf an der Pram (seit Frühjahr 2018). Ich habe auch Teams in allen Nachwuchsklassen von U8 bis U18 trainiert.

Wer war/ist dein Lieblingsspieler?
Lionel Messi

Wie würdest du dein Team in 3 Sätzen/Wörtern beschreiben?
Mein Team würde ich als jung, talentiert und zielstrebig beschreiben!

Trainer Harald Hel ist seit über 40 Jahren im Fußball tätig.
  • Trainer Harald Hel ist seit über 40 Jahren im Fußball tätig.
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Julia Dürnberger (Kapitänin)

Was sind deine drei größten Stärken?
Ich denke meine drei größten Stärken sind meine Schnelligkeit, mein Ehrgeiz und
meine Zweikampfstärke.

Was gefällt dir besonders am Fußball?

Fußball macht alleine keinen Spaß. Egal ob Sieg, Niederlage, Verletzungen etc. Niemand versteht dich so gut oder baut dich wieder auf wie deine Mitspieler. Aber das allerschönste ist, dass man wirkliche Freunde fürs Leben gewinnt!

Was macht deinen Verein aus?
Da fällt mir gleich einiges ein ... ZUSAMMENHALT wird in Dorf ganz groß geschrieben. Sobald man ein kleines Problemchen oder Anliegen hat, hat jedes Vereinsmitglied sofort ein offenes Ohr und
man sucht gleich gemeinsam eine Lösung. Ich denke, der gemeinsame Meistertitel hat das bereits sehr gute Verhältnis nochmals verstärkt bzw. den Verein nochmals mehr zusammengeschweißt!

Kapitänin Julia Dürnberger streicht den Zusammenhalt im Team hervor.
  • Kapitänin Julia Dürnberger streicht den Zusammenhalt im Team hervor.
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Wessely Georg (Sektionsleiter)

Wie lange bist du schon beim Verein tätig?
Ich bin seit 2013 im Verein! Von 2013 bis 2016 war ich als Spieler im B-Team (Reserve) aktiv. Seit 2015 bin ich stv. Sektionsleiter unserer Herrenteams und seit 2016 Sektionsleiter unserer Damen.

Welche sportlichen Ziele gibt es in den kommenden Jahren?

Die Comebacksaison in der Landesliga Frauen lief bis zum Abbruch ausgezeichnet! Nach dem Herbstdurchgang konnten wir einen ausgezeichneten 4. Platz verbuchen und wollten im Frühjahr nochmal eine Schippe drauflegen, um uns zumindest den Vizemeistertitel zu sichern. Der Meistertitel wäre dieses Jahr vermutlich nicht mehr zu holen gewesen, jedoch hatten wir als Vierter nur zwei Punkte Rückstand auf Platz zwei.
Den eingeschlagenen Weg mit jungen Spielerinnen werden wir fortführen. Das Ziel lautet, dass wir in den nächsten ein bis zwei Jahren in die höchste Spielklasse Oberösterreichs aufsteigen wollen.

Was werden auch abseits der Krisenbewältigung – in den nächsten Jahren die großen Herausforderungen im Frauenfußball sein?

Es muss auch endlich die „vielzitierte“ Gleichberechtigung im Fußball Einzug halten! Sportlich und medial sind wir hier seit der Euro 2017 auf einem - wie ich finde - guten Weg. Finanziell klafft leider noch immer eine Riesenlücke mit der jeder Verein zu kämpfen hat - von der Bundesliga bis zur letzten Spielklasse. Gerade hier fehlt es aber leider an der Unterstützung durch den OÖFV (über die Situation in anderen Landesverbänden habe ich leider zu wenig Kenntnis) bzw. den
ÖFB!
Das beste Bespiel, das für mich den Unterschied im Stellenwert zwischen Herren- und Damenfußball am deutlichsten aufzeigt ist folgendes: Der OÖFV hat am 4.2.2019 folgenden Entschluss gefällt! (Die Regelung gibt es schon länger aber das ist der lt. meinem Kenntnisstand letzte gefällte Beschluss dahingehend): Von der Landesliga Herren abwärts bis zur bis zur 2. Klasse wird nach jeder abgelaufenen Meisterschaft der Verein, der über die gesamte Saison die wenigsten gelben, gelb-Roten bzw Roten Karten erhalten hat, mit einem Fairnesspreis belohnt.
Lt. Beschluss vom 4.2.2019 erhält jeder Fairnesspreisträger eine Zuteilung von Sportutensilien in Höhe von 2.000 Euro. Der Damenfußball steht hier leider wieder mit leeren Händen da. Obwohl die Fairplaywertung auch in jeder Damenliga geführt wird, gibt es am Saisonende hierfür
keine Prämierung. Hier wird aus meiner Sicht leider mit zweierlei Maß gemessen und muss umgedacht werden, sonst wird die „Schere“ immer größer statt kleiner! Sollte sich die Schere schließen, würde der eine oder andere Verein sicher darüber nachdenken, eine Damenmannschaft zu gründen, was dem österreichischen Damenfußball nur gut tun kann.

Sektionsleiter Georg Wessely hofft, dass "Schere" zwischen Männer- und Frauenfussball geringer wird.
  • Sektionsleiter Georg Wessely hofft, dass "Schere" zwischen Männer- und Frauenfussball geringer wird.
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Vereinsseite: Union Elements Dorf an der Pram Damen
Facebook:
Union Elements Dorf an der Pram Damen
(248 Fans / Stand: 1.6.2020)

Frauenteams im Portrait
Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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