29.06.2017, 16:03 Uhr

Krebs- und Fischsterben in Münzkirchner Fichtbach geklärt

Neben zahlreichen Krebsen verendeten im Fichtbach auch einige Fische. (Foto: Symbolfoto – meinbezirk.at)

Am 23. Mai erfolgte die Anzeige über eine Menge toter Krebse im Fichtbach in Münzkirchen – nun liegen die Ergebnisse vor.

MÜNZKIRCHEN (ebd). Damals fand ein Lokalaugenschein durch einen Biologen des Gewässerschutzes vom Land Oberösterreich und der Bezirkshauptmannschaft Schärding statt. Dabei wurde über eine weite Strecke des Fichtbaches festgestellt, dass diverse Kleinstlebewesen abgestorben waren. Es wurde eine große Menge an toten Krebsen (vorwiegend Signalkrebsen) sowie einige tote Fische vorgefunden. Zur Klärung wurden zahlreiche Wasserproben genommen.

Ergebnisse liegen vor

Das Krebssterben im Fichtbach, bei dem auf eine Länge von etwa 1700 Metern etwa 500 Signalkrebse, einige Forellen und nahezu das gesamte Makrozoobenthos, Kleinstlebewesen im Gewässerboden, abgetötet wurden, wurde durch die Gülleausbringung eines Landwirtes beziehungsweise die Nichteinhaltung der Mindestabstände zum Gewässer verursacht. Mitverursachend dürfte dabei der Umstand gewesen sein, dass durch ein vorangegangenes Brandereignis auf dem Hof des Bauern die Gülle stark verdünnt war. Durch die geänderten Fließeigenschaften konnte die Gülle rasch versickern und über die Drainagen in den Fichtbach gelangen beziehungsweise direkt in diesen abrinnen. Der Landwirt wurde bei der Bezirkshauptmannschaft Schärding angezeigt.
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