16.10.2014, 14:54 Uhr

Schärding: Frauen arbeiten 98 Tage gratis

(Foto: ÖGB)
BEZIRK. "Ein Mann hat nämlich schon von 1. Jänner bis 25. September so viel verdient, wie eine Frau in einem ganzen Jahr", weiß ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Christine Winzer. Der Equal Pay Day (Tag der Einkommensgleiche) lag heuer auf dem 25. September – eine Verändung von einem Tag im Vergleich zum Vorjahr. Wenn sich die Einkommensschere weiter so langsam schließt, müssen Schärdings Frauen laut Winzer noch 98 Jahre auf gleiche Einkommen warten.

Schärding liegt mit 36,5 Prozent Einkommensunterschieden weiterhin an der sechsten Stelle im Regionalvergleich. Am weitesten klafft die Schere in Steyr-Land im 45,4 Prozent auseinander. Die geringsten Unterschiede gibt es mit 29,9 Prozent in Linz-Stadt.

Die ÖGB-Frauen fordern nun einen Mindestlohn von 1500 Euro. Zudem soll der Grundsatz "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" realisiert werden. "Weiblich dominierte Tätigkeiten werden nämlich leider oft niedriger bewertet, als klassische Männertätigkeiten", sagt Winzer.

Nachteile für Mütter ausgleichen

Gegen den "Babyknick" in der Einkommenskurve bedürfe es einer besseren Anrechnung von Vordienst- und Karenzzeiten.
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