15.11.2016, 13:52 Uhr

Strugl stimmt Lobeshymne auf den Bezirk Schärding an

Landesrat Michael Strugl mit den Waizenauer-Geschäftsführern Silvio und Doris Vitale (2. u 3. v. links), ÖVP-Bezirksgeschäftsführerin Marianne Reininger (li.), Taufkirchens Vizebürgermeister Josef Mittermeier und WK-Obmann Johann Froschauer.

Der Wirtschaftslandesrat tourte durch den Bezirk und besuchte zwei Vorzeigeunternehmen.

BEZIRK, TAUFKIRCHEN (ska). Die überbordende Bürokratie, die Arbeitszeit und der Fachkräftemangel – mit diesen drei Themen wird Wirtschaftslandesrat Michael Strugl regelmäßig bei seinen Besuchen in den Unternehmen konfrontiert, wie er sagt. Am Dienstag führte es Strugl in den Bezirk Schärding. Seine Ziele: das Bauunternehmen Waizenauer & Ing. Schummer in Taufkirchen und der Nutzfahrzeugkomplettanbieter Schwarzmüller in Freinberg.

"Oberösterreich ist ein guter Boden. Das Innviertel ist ein besonders guter", stimmt der Wirtschaftslandesrat an. "Ich kann behaupten, das Innviertel ist die dynamischste Region im Land." Die Arbeitslosigkeit sei im Bezirk Schärding mit 4,2 Prozent unter dem Landesdurchschnitt. "Bedenkt man, dass Oberösterreich das Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit in Österreich ist, ist das eine gute Zahl", ist Strugl überzeugt.

Aber auch was die Arbeitsplatzschaffung anbelange, sei Schärding ein Vorzeigebezirk. Alleine heuer konnten bereits 119 Neugründungen und 15 Betriebsübernahmen verzeichnet werden. "In Oberösterreich möchten wir die Zahl der Neugründungen um 20 Prozent steigern. Allein heuer sind es schon 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr", zeigt sich Strugl zuversichtlich.

Bedenklich sei laut Strugl allerdings die Entwicklung am Arbeitsmarkt: "Es ist einfach unlogisch, dass es immer mehr Arbeitslose gibt, immer mehr offene Stellen und gleichzeitig einen Fachkräftemangel. Hier müssen wir ansetzen", sagt er und nennt das Jobcoaching des Landes: 2015 begleitete die Initiative im Bezirk Schärding 151 Jugendliche auf der Suche nach dem passenden Beruf. Rund dreiviertel davon konnten laut Strugl in eine Lehrstelle vermittelt werden. "Viele Jugendliche entscheiden sich falsch an dieser Wegkreuzung, weil sie zu wenig informiert sind", ist sich Strugl sicher. Waizenauer-Geschäftsführerin Doris Vitale regt dazu an, die Berufsorientierung bereits tiefer anzusetzen – und zwar in der Grundausbildung. "Uns fällt bei den Lehrlingen auf, dass das wirtschaftliche Denken ein großes Manko ist."
Strugl sieht dafür als Grund unter anderem das immer noch schlechte Image der Lehre. "Wir müssen schauen, dass sich die jungen Leute das aussuchen, was ihren Fähigkeiten entspricht."
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