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Herbst als Zeit der Wildunfälle im Bezirk Scheibbs

Viel Wildwechsel im Herbst: Bei einem Wildunfall bietet auch der Schutzbrief des ÖAMTC Versicherungsschutz.
  • Viel Wildwechsel im Herbst: Bei einem Wildunfall bietet auch der Schutzbrief des ÖAMTC Versicherungsschutz.
  • Foto: ÖAMTC/Lobensommer
  • hochgeladen von Roland Mayr

Im Jahr 2017 gab es im Bezirk Scheibbs insgesamt 813 Fälle von Fallwild, das im Straßenverkehr umkam.

BEZIRK SCHEIBBS. Der Herbst ist die Zeit der Wildunfälle. Laut dem Jagdverband Niederösterreich ist besonders in den Monaten Oktober und November, aber auch im April und Mai, mit Wild auf der Fahrbahn zu rechnen.
In diesen Zeiträumen wechselt das Wild zwischen Winter- und Sommerlebensräumen. Dabei kommt es häufig in der Nacht sowie in der Dämmerung zu Unfällen, da Wildtiere in dieser Zeit besonders aktiv sind und die Sicht im Herbst schlechter ist.

813 Wildunfälle im Bezirk

Im Scheibbser Bezirk wurde 2017 insgesamt 813 Mal ein Jäger nach einem Unfall zuhilfe gerufen. Dabei wurden 552 Rehe, 233 Hasen, 22 Füchse und 6 Fasane angefahren.
Im Nachbarbezirk Amstetten traf es mit 1.853 Rehen niederösterreichweit das meiste Rehwild. Die Zahl der Wildunfälle ist in den Bezirken Amstetten, Hollabrunn, Gänserndorf und Mistelbach am höchsten.

Viele Unfälle in NÖ

2017 lag die Zahl der Wildunfälle österreichweit bei 276. Dabei waren 299 Fahrzeuge beteiligt und 310 Personen verunglückten. Etwas mehr als ein Drittel der Unfälle ereignete sich in Niederösterreich. Die meisten Unfälle mit Wildtieren ereigneten sich während der Monate Mai, Juni und Oktober.
"Auffallend ist, dass die Zahl der Wildunfälle mit Personenschaden in den letzten Jahren auf hohem Niveau stagniert. Österreichweit ist die Zahl der Wildunfälle von 261 Unfällen im Jahr 2016 auf 276 Unfälle 2017 sogar angestiegen", gibt der österreichische Versicherungsverband VVO bekannt.

Richtige Reaktion

Um Unfälle zu verhindern, ist die richtige Reaktion entscheidend, wenn ein Wild auftaucht. "Wild erkennt man, wenn im Bereich der Fahrbahn plötzlich zwei Augen leuchten. Natürlich sollte man sofort die Geschwindigkeit reduzieren und versuchen zum Stehen zu kommen. Abblenden und Hupen kann auch helfen", rät Karl Jechsmayr von der Fahrschule Easydrivers aus Scheibbs.

Absicherung der Unfallstelle

Sollte es dennoch passieren, dass man ein Wild erwischt hat, gilt es erstmal anzuhalten. "Nachdem das Auto steht, betätigt man die Warnblink-Anlage, zieht sich die Warnweste an und stellt das Pannendreieck rund 150 Meter vor dem Auto auf und sichert somit die Unfallstelle ab.
Sollte das Tier bereits tot sein, kann man versuchen es von der Fahrbahn wegzuziehen. Lebende Tiere sollte man nicht angreifen.

Jäger und Polizei verständigen

Danach sollte man den Jäger und die Polizei verständigen. Die Verständigung des Jägers übernimmt im Regelfall die Polizei. Bei Hunden oder Katzen sollte man versuchen, den Besitzer zu erreichen. Wir wären auch sehr froh, wenn uns in einem solchen Fall zumindest jemand Bescheid geben würde", meint Fahrlehrer Karl Jechsmayr.
Leider passiert es viel zu oft, dass die Tiere einfach auf der Straße liegen gelassen werden und ihre Besitzer nicht wissen, wo sich ihr Haustier befindet.

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