Agrardiesel
Die Ölkrise setzt die Bauern im Bezirk Scheibbs unter Druck

Hohe Spritpreise setzen Bauern unter Druck: Franz Rafetzeder und Jakob Karner aus Wechling können ein "Lied davon singen". | Foto: Roland Mayr/MeinBezirk Scheibbs
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  • Hohe Spritpreise setzen Bauern unter Druck: Franz Rafetzeder und Jakob Karner aus Wechling können ein "Lied davon singen".
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Bäuerliche Betriebe im Bezirk stehen unter Druck: Steigende Dieselpreise treffen die Landwirtschaft hart.

BEZIRK. Der Konflikt im Nahen Osten bringt nicht nur die Weltwirtschaft ins Wanken, sondern auch die Existenz der Bauern in Niederösterreich. Die Kosten steigen, Entlastung fehlt. Der NÖ Bauernbund fordert aus diesem Grund ein rasches Handeln für faire Wettbewerbsbedingungen.

Die Lage spitzt sich zu

Mit dem Auslaufen der Agrardieselmaßnahmen 2025 (siehe Info-Box rechts) zahlen NÖs Betriebe im EU-Vergleich besonders hohe Treibstoffkosten. Gleichzeitig steigen die Preise für Energie und Betriebsmittel, während die Erlöse etwa bei Milch, Fleisch und auch bei Getreide sinken.

Die Ölkrise und die daraus resultierenden hohen Spritpreise setzen die Landwirte im Bezirk Scheibbs massiv unter Druck. | Foto: Roland Mayr/MeinBezirk Scheibbs
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LKNÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager betont: "Österreichs Bauern bezahlen im internationalen Vergleich zu viel für den Diesel. Diese Situation ist eine bäuerliche Existenzfrage." Auch NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek warnt: "Fallende Preise bei steigenden Kosten können nicht lange gut gehen. Wir müssen jetzt die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen."

Auf den Diesel angewiesen

Handlungsbedarf sehen auch die Bauern im Bezirk Scheibbs, wie der 23-jährige Jungbauer Jakob Karner aus Wechling zu berichten weiß: "In Zeiten wie diesen muss man ganz genau überlegen, wie und wann man seinen Acker bearbeitet, um Kosten einsparen zu können. Auf meinem Zuchtsauen- und -ferkelbetrieb bin ich auf den Mais als Futtermittel für die Tiere angewiesen. Dafür ist eine intensive Bodenbearbeitung einfach unerlässlich! Und für den Traktor braucht es eben den Diesel. Da kann man nicht einfach auf einen Elektro-Traktor umsteigen", gibt der Landwirt Franz Karner Auskunft.

Perspektive für Bauern bieten

Sein Nachbarn, der Ortschef der Gemeinde Wieselburg-Land, Franz Rafetzeder, der als Bezirksbauernkammer-Obmann fungiert und einen Bio-Rindermastbetrieb führt, sieht das ähnlich.

Bezirksbauernkammer-Chef Franz Rafetzeder aus Wechling: ""Wir Bauern sind auf Diesel-Kraftstoff angewiesen, um die Äcker bestellen zu können." | Foto: Gemeinde Wieselburg-Land
  • Bezirksbauernkammer-Chef Franz Rafetzeder aus Wechling: ""Wir Bauern sind auf Diesel-Kraftstoff angewiesen, um die Äcker bestellen zu können."
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"Für die tägliche Arbeit auf unseren Betrieben benötigen wir Landwirte leistbare Energie in Form von Treibstoffen und Strom. Eine Unterstützung durch einen ,Agrardiesel‘ würde die Betriebe entlasten, denn die gestiegenen Kosten können leider nicht so einfach weiterverrechnet werden. Wir brauchen solche Entlastungen, um jungen Bauernfamilien eine langfristige Perspektive bieten zukönnen", so Rafetzeder.

Infos zum "Agrardiesel"

In den vergangenen Jahren wurde den österreichischen Bauern – wie auch in anderen EU-Ländern – der CO₂-Preis sowie ein Teil der Mineralölsteuer rückvergütet, um Wettbewerbsgleichheit innerhalb der Europäischen Union herzustellen. Diese befristeten Maßnahmen sind 2025 ausgelaufen.

Mehr Infos auf noe.lko.at 

Aufgeladene Debatte um den "Agrardiesel"

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