Aussergewöhnliche Kunstfotos von Prof. Gert Chesi

Vernissage “Menschenbilder” im Rabalderhaus: V.l. Kulturstadtrat Martin Schwarz, Aussteller und Autor Prof. Gert Chesi, Obmann Dr. Otto Larcher. Fotos: Lorenzetti
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  • Vernissage “Menschenbilder” im Rabalderhaus: V.l. Kulturstadtrat Martin Schwarz, Aussteller und Autor Prof. Gert Chesi, Obmann Dr. Otto Larcher. Fotos: Lorenzetti
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SCHWAZ (tti). Gelungene Buchpräsentation und Vernissage der Austellung “Menschenbilder aus anderen Welten” am Freitagabend 20.1. 2012 Im Rabalderhaus.

Die Ausstellung ist vor allem durch die Thematik und der Bildqualität wegen außergewöhnlich. Die 45 großformatigen Fotos (zu denen es begleitend einen Bildband gibt) bestechen durch die Dokumentation von gesellschaftlichen Randgruppen in besonderer ästhetischen Art und Weise...

Die Ausstellung ist bis 5. Februar im Rabalderhaus zu sehen. Die Öffnungszeiten im Rabalderhaus: Donnerstag bis Sonntag jeweils von 16 Uhr bis 19 Uhr.

VIELE HABEN PROBLEME MIT NACKTHEIT

Prof. Gert Chesi dankte Obmann Dr. Otto Larcher für die Ausstellungsmöglichkeit: “Es gibt genug Leute, die Probleme haben wenn man Nacktheit zeigt oder sich mit Randgruppen beschäftigt. Ich versuche eben Themen aufzugreifen die Spannend sind; begonnen hat es vor zwei Jahren in Afrika mit Voodoo-Ministrantinnen.”

Auch dem Thema sog. Ladyboys widmete sich Prof. Chesi. Kathoeys nennt man sie in Thailand und sie verstehen sich oft als Frauen in Männerkörpern und streben entsprechend geschlechtsangleichende Maßnahmen an, um den Körper dem Identitätsgeschlecht anzupassen.

Wenn bei einzelnen Bild-Darstellungen dieser Randgruppen Orgien von Kitsch entstanden, so hat dies Fotograf Chesi belassen um diese Idylle, die letztlich ja für Identität spricht, nicht zu durchbrechen.

Weitere Bildkompositionen handeln von Indien und den sog. Hijras, wo heute noch viele Kastraten leben - laut Prof. Chesi die letzten der Welt. Die Mehrheit kleidet sich als Frauen. Eunuchen kämpfen seit vielen Jahren vergeblich um gesellschaftliche Anerkennung. Eunuchen in Indien haben keine Möglichkeit, einen richtigen Beruf zu erlernen. Ein Teil verdient sich durch Betteln an Straßenkreuzungen seinen Unterhalt. Andere gehen in den Slums von Neu Delhi oder Mumbai auf den Strich.

Erst durch eine mit den Aufnahmerarbeiten und deren Vorbereitungen entstandene Vertrauensbasis konnten Prof. Chesis einmalige fotografische Kunstwerke entstehen.

Eine farbige Explosion von Lebensfreude - fern jeder Diskriminierung, jedoch spürbare Nächstenliebe und eben ein ehrliches Menschenbild sind das Ergebnis dieser Arbeit von Prof. Gert Chesi.

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