Kritik an Gemeinde
WSG-Manager Köck rechnet mit Wattens ab — „Wir werden das Stadion bauen“
- Die WSG Tirol hält trotz des Neins zur Haftungsübernahme an ihren Stadionplänen fest.
- Foto: WSG Tirol
- hochgeladen von Georg Herrmann
Nach der abgelehnten Haftungsübernahme durch den Wattener Gemeinderat meldet sich die WSG Tirol nun mit deutlichen Worten zu Wort. Bei einer Pressekonferenz machten Sportmanager Stefan Köck und Trainer Philipp Semlic klar, dass der Verein trotz des Rückschlags an den Stadionplänen festhält. Köck kritisierte dabei die Gemeinde scharf und kündigte an: Die WSG werde die benötigte Haftung bekommen und das Stadion bauen.
WATTENS. Stefan Köck ließ bei der Pressekonferenz keinen Zweifel daran, wie sehr ihn die Entscheidung des Wattener Gemeinderates beschäftigt. „Ein paar Worte werden nicht genügen. Ich habe lange genug geschwiegen“, sagte der Sportmanager. Wenn er alles sagen würde, was er denke, brauche er „keinen Pressesprecher, sondern einen Feuerlöscher“.
Köck verwies unter anderem darauf, dass die WSG Tirol zu den größten Kommunalsteuerzahlern in Wattens gehöre. Gleichzeitig kritisierte er die Entscheidung der Gemeinde und die Kommunikation rund um die Abstimmung. Die Darstellung des Bürgermeisters sei aus Sicht der WSG nicht richtig, erklärte Köck. Die Haftungsübernahme war im Gemeinderat mit elf Gegenstimmen abgelehnt worden.
- WSG-Sportmanager Stefan Köck fand bei der Pressekonferenz deutliche Worte zur Stadiondebatte.
- Foto: WSG Tirol
- hochgeladen von Georg Herrmann
„Wir werden diese Haftung bekommen“
Trotz der deutlichen Kritik will die WSG Tirol an ihrem Vorhaben festhalten.
„Wir werden diese Haftung bekommen und das Stadion bauen“
erklärte Köck. Der Verein sieht die Adaptierung des Gernot-Langes-Stadions weiterhin als entscheidenden Schritt für die Zukunft der WSG Tirol.
Die erste Baustufe mit der Rasenheizung ist bereits umgesetzt. In der zweiten Baustufe sollen unter anderem drei Tribünen, LED-Flutlicht und eine Beschallungsanlage entstehen. Die WSG betont, beim Stadionprojekt weiterhin „absolut im Zeitplan“ zu sein.
Stadion ist für Semlic ein wichtiger Grund
Auch Trainer Philipp Semlic sprach bei der Pressekonferenz über die Auswirkungen der aktuellen Diskussion auf die Mannschaft.
„Es macht was mit der Mannschaft“
sagte Semlic. Das Team habe die Entscheidung des Gemeinderates zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig wolle man sich auf die sportlichen Aufgaben konzentrieren.
Semlic betonte, dass er transparent mit der Situation umgehe und weiterhin davon ausgehe, dass das Stadion gebaut werde. Die WSG könne mit Widerständen umgehen, so der Trainer. Für ihn persönlich hat das Projekt eine besondere Bedeutung: Das Stadion sei ein essenzieller Grund dafür gewesen, seinen Vertrag bei der WSG Tirol zu verlängern.
„Das Stadion wird gebaut“
zeigte sich Semlic überzeugt.
- WSG-Trainer Philipp Semlic sieht das Stadion als wichtigen Baustein für die Zukunft des Vereins.
- Foto: WSG Tirol
- hochgeladen von Pascal Pali
Heimspiel-Kracher gegen Salzburg
Sportlich wartet am Sonntag der nächste schwere Brocken auf die WSG Tirol. Im zweiten Heimspiel der Bundesliga-Saison gastiert der FC Red Bull Salzburg im Innsbrucker Tivoli Stadion Tirol. Anpfiff ist um 17 Uhr, die Partie wird auf Sky Sport Austria übertragen.
Nach dem Punktgewinn gegen Vizemeister Sturm Graz und der Niederlage zuletzt in Altach steht die WSG vor einer schwierigen Aufgabe. Salzburg kommt mit Rückenwind nach Innsbruck und konnte am Donnerstag die dritte Qualifikationsrunde der Europa League erfolgreich meistern.
Allerdings hat die WSG gute Erinnerungen an die jüngsten Duelle. Beim letzten Aufeinandertreffen in Tirol setzte sich Salzburg nur knapp mit 2:1 durch. Im vergangenen November gelang der WSG dagegen ein spektakulärer 3:2-Auswärtssieg nach einem 0:2-Rückstand in Salzburg.
„Es erwartet uns ein Gegner, der mit Sicherheit um die österreichische Meisterschaft spielt“, sagte Semlic mit Blick auf die Partie. Salzburg sei „einer der schwersten Gegner der Liga“. Trotzdem freue sich die Mannschaft auf das Spiel und wolle „unsere bestmögliche Leistung abliefern“.
Auch die Stadiondebatte soll dabei zumindest für 90 Minuten in den Hintergrund rücken. „Wir können mit Widerständen umgehen“, hatte Semlic zuvor betont.
- Die WSG empfängt am Sonntag den FC Red Bull Salzburg zum Heimspiel.
- Foto: WSG Tirol
- hochgeladen von Pascal Pali
Das könnte dich auch interessieren
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Aktuelle Nachrichten aus Schwaz auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.