26.09.2014, 17:15 Uhr

Erste Bank und Sparkassen gehen bei Online Shopping auf Nummer Sicher

Prokurist Helmut Rainer, Vertriebschef der Sparkasse Schwaz informiert (Foto: Sparkasse)

- Höherer Sicherheitsstandard: Selbst wählbare Nachricht und SMS-Code
- Neu: Online Shopping mittels Bankomatkarte, Vorteil: Keine Überziehung des Kontorahmens möglich

BEZIRK. Erste Bank und Sparkassen setzen auf neue Sicherheitsstandards beim Bezahlen im Internet: Durch eine Sicherheitsnachricht und einen Einmalcode per SMS (TAC) wird die Zahlung mittels Visa und Co. bestätigt. Missbrauch ist somit ausgeschlossen. Wer keine Kreditkarte besitzt, kann Einkäufe im Internet zukünftig mit der Bankomatkarte erledigen – vorausgesetzt der Händler bietet dieses Zahlungsverfahren namens „Maestro SecureCode“ an.

Alle neu ausgegebenen Bankomatkarten der Erste Bank und Sparkasse können ab sofort für das Bezahlen im Internet verwendet werden. Das bedeutet, dass auf der Rückseite der Bankomatkarte eine dreistellige Prüfziffer (CVC2) sowie eine 19-stellige Kartennummer aufgedruckt sind, die das Online-Shopping auch mit dieser BankCard ermöglichen. Die Bezahlung im Internet funktioniert somit ähnlich wie mit einer Kreditkarte. Bis 2016 werden rund 2,5 Millionen Bankomatkarten von Erste Bank und Sparkassen mit dem „Maestro.SecureCode“ ausgestattet sein. „Internet-Einkäufe nehmen rasant zu. Grundsätzlich steckt in den Geldbörsen der Österreicher eher eine Bankomatkarte als eine Kreditkarte. Deshalb glauben wir, dass wir mit diesem Schritt wieder eine Lücke schließen“, erklärt Helmut Rainer, Vertriebschef der Sparkasse Schwaz. Österreichweit sind mehr als 8,7 Millionen Bankomatkarten sowie 3 Millionen Kreditkarten im Umlauf (Quelle: OeNB).

Sicherheitsnachricht und SMS-Code
Um den neuen Service nutzen zu können, müssen sich Kundinnen und Kunden im Netbanking anmelden und die Sicherheitsnachricht festlegen. Ab diesem Zeitpunkt wird beim Online-Bezahlen mit Kreditkarte bzw. Bankomatkarte diese persönliche Sicherheitsnachricht angezeigt. Dadurch hat der Käufer die Gewissheit, dass er sich in einer geschützten Zahlungsplattform der Sparkassengruppe befindet. Die Transaktion bestätigt er mit einem 6-stelligen TAC (Einmalcode per SMS), den er innerhalb von Sekunden auf sein Handy zugestellt bekommt, eingibt und den Kauf somit abschließt.

Bezahlen mit Bankomatkarte noch in Kinderschuhen
„In Amerika ist das Bezahlen mit der Bankomatkarte im Internet bereits Usus. Österreich steckt noch in den Kinderschuhen“, so Rainer. Der Grund: Der Großteil der Bankomatkarten haben den CVC2 und die 19-stellige Kartennummer noch nicht aufgedruckt und derzeit bieten auch erst wenige österreichische Online-Shops die Bezahlvariante mittels Bankomatkarte an. „Die Nachfrage wird steigen, davon bin ich überzeugt. Das Bezahlen im Internet mit der Bankomatkarte hat gegenüber der Kreditkarte nämlich auch einen großen Vorteil: das Überziehen des Kontos ist nicht möglich“, sagt Rainer. Denn die Transaktion wird automatisch abgebrochen, wenn keine Deckung – Überziehungsrahmen inklusive – vorhanden ist.
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