Koreanische Kunst grüßt Millstatt

Andrea K. Schlehwein, Eleonore Schäfer und Helen Yoo
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MILLSTATT. Eine aussergewöhnliche, die heimische Kunstszene sprengende Ausstellung wurde im Forum Kunst eröffnet: Auf Initiative von Galeristin Eleonore Schäfer stellt erstmals in Europa die koreanische Künstlerin
Ha Haengeun aus. Kuratorin ist Andrea K. Schlehwein, auch vom Art Space im historischen, denkmalgeschützten ehemaligen Benediktinerstift. Die eindrucksvolle Ausstellung firmiert unter "When it Flowers, We Will See." (Wenn es blüht, werden wir sehen). Weil Ha Haengeun, Jahrgang 1985, Mutter zweier kleiner Kinder ist, blieb sie mit ihrem Mann in Seoul, Südkorea. In ihrer Vertretung war Helen Yoo, Partnergaleristin von der White Birch Galerie aus Seoul, präsent.

Andrea K. Schlehwein berichtete, seit vielen Jahren reise Eleonore Schäfer nach Asien, hauptsächlich nach Südkorea, wo sie den lebendigen Kunstmarkt und aufstrebende Künstler beobachte. Nach intensiver Vorbereitung sei es  erstmals gelungen, koreanische Positionen zeitgenössischer Bildender Kunst nach Österreich zu bringen, die in ihrem neuen Galerieformat "Fokus Korea" gezeigt  werden.

In Gesprächen mit Schlehwein sagte die Absolventin der renommierten Hong-Ik Universität in Seoul: "Ich zeichne den Prototypen einer Figur mit Spitznamen wie 'Das alte Kind' oder 'Der Grenzreiter'“, so die Künstlerin zu ihren Werken. "Die Kunst ist mein Weg, eigene Antworten zu finden." Und: "In meiner Malerei mache ich mich auf den Weg, die unsichtbare Welt des Geistes und der Spiritualität zu erforschen. In diesem Sinne betrachte ich meine Gemälde auch nicht als figürlich sondern als abstrakt."

Portraits von Grenzmenschen

"Neugeborene und Alte stehen an entscheidenden Grenzen", wie Ha Haengeun weiter sagt. "Die Grenze trennt sie von einer unbekannten Welt. Das unbekannte Gebiet ist eine Welt, in der unsichtbare Kräfte walten, die sich meiner Wahrnehmung entziehen. Es ist ein mysteriöser, geheimnisvoller Bereich des Lebens und ein Ort, der Neugierde in mir weckt. Ich portraitiere Grenzmenschen, um eigene Grenzerfahrungen zu machen."

"In 'When It Flowers, We Will See' schwingen Hoffnung und Humor, Sinnsuche und Aufrichtigkeit, der Anspruch, dem Leben die Kunst gleichzusetzen und beides als Ausdruck einer Wahrhaftigkeit verstanden zu wissen, mit."

Viele Künstlerkollegen

Gekommen zur Vernissage waren zuvörderst Künstlerkollegen wie Ingrid Riebler, Erika Drumel, Luzie Pinkas, Astrid Pazelt und Nina Hader, Gerhart Weihs, Franz Politzer, Christian Einfalt, Reinhard Schell sowie Séverin Kron mit Gattin Chantal. Weitere Gäste waren Gemeinderätin Sabine Brandner, die Hoteliers Marcel und Susanne Collaud, Heidi Pucher, Lehrerin an der NMMS Seeboden, und die frühere Direktorin Johanna Egger sowie die Präsidentin des Lion-Clubs Millstättersee-Nockberge, Monika Kohlmayer in Begleitung von Martin Hipp.

Die erste Ausstellung unter dem digitalen Attribut "Fokus Korea #1" ist noch bis zum 10. April zu sehen - mittwochs bis samstags von 15 bis 18 Uhr. Es folgt "Fokus Korea #2" mit Woo Jong-Taek vom 29. März bis 11. Mai.

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