50 Jahre Moserhof Seeboden

Der Moserhof in Seeboden früher
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SEEBODEN (pgfr). Seit 50 Jahren stehen die Türen im Moserhof in Seeboden an der Hauptstraße den Gästen offen. Stolz und Freude steht dem Ehepaar Moser-Winkler ins Gesicht geschrieben. Sie wollen die fünf bewegten und bewegenden Jahrzehnte mit ihren Gästen feiern. In der Jubiläumswoche von 6. - 13. Mai wartet auf Moserhof-Freunde ein ganz besonderes Programm. "Unser Jubiläum werden unsere Besucher auch mit einem Revival der damaligen Kulinarik miterleben", weckt Hotel-Chefin Franziska Moser-Winkler Neugier. 

Der richtige Platz

Im Jahr 2010 übernahm Franziska Moser-Winkler das Hotel von ihren Eltern, Karin und Robert Moser, und führt es gemeinsam mit ihrem Ehemann Gerhard. "Das Besondere am Moserhof ist, dass er sowohl als touristisches Hotel als auch als Seminarhotel gesehen werden darf und wir des Weiteren die Bewohner aus der Gegend in unserem Restaurant als auch im DaySpa willkommen heißen", sagt Hotel-Chef Gerhard Winkler. "Wir sind ein Stadthotel im Ferienparadies", sagt Moser-Winkler, die ihre touristische Ausbildung in Bad Hofgastein und später an der Universität erfolgreich absolvierte. Ehemann Gerhard ist von Beruf Gärtnermeister und als "Kittelwirt" (wie er sich selbst bezeichnet) mit großer Liebe und Leidenschaft im Moserhof. 

"Lebe Genuss" im Focus

Das Motto der Hoteliere "Lebe Genuss" streut sich in alle Bereiche des Hauses. Die Küche allerdings erhält ein besonderes Augenmerk. Auf Nachhaltigkeit und Produkte aus der Region wird großer Wert gelegt. So liefert 80 Prozent des Fleisches beispielsweise Landwirt und Jäger Bernd, Franziskas Bruder, vom Bauernhof. 

 Comeback der damaligen Küche

Im Jubiläumsjahr gibt es ein Comeback der Küche mit zum Teil längst vergessenen Gerichten. "Maischerln, Ritschert, Ruabnsalat, Polsterzipf, Dampfnudeln, Grantnschleck – die alte Küche wird aufleben", so Moser-Winkler. "Im Jänner starten wir mit dem Ritschert ins Jubiläumsjahr. Diesem Gericht widmen wir die erste Seite unserer Karte, mit dessen Geschichte und der Zubereitung", so Moser-Winkler. Im Februar, dem Faschingsmonat, wird der Heringsalat nach altem Hausrezept aus der Küche serviert. "Es war früher üblich, sich mit einem von zu Hause mitgebrachtem Schüsserl welchen zu holen", so Winkler. Für jedes Monat also haben sich die Chefleute ein Gericht überlegt. 

Früher war der Moserhof ein reiner "Dorfwirt". Aber auch heute sei das anmutige Haus an der Straße Bewohnern aus der Umgebung für eine Einkehr gut. 

1968 - 2018 - der Werdegang 

1967 Erwerb des Hauses; 1968 Eröffnung unter Robert Moser
Das Traditionsgasthaus Lassnig mit Kellerbar wurde von Robert Moser senior um 1,3 Millionen Schilling für seinen Sohn Robert Moser gekauft. 
In den Anfangsjahren war der Moserhof ein reiner Sommerbetrieb - geöffnet von Mai bis Oktober. Restaurant und Kellerbar bot seinen Gästen 120 Sitzplätze. Mit täglicher Live-Musik von einer 3-Mann-Kapelle wurde an Spitzentagen bis zu 140 Liter Wein an einem Abend ausgeschenkt. Das Restaurant stand der Beliebtheit nichts nach. Bis zu 600 Mittag- und Abendessen verließen an "guten" Tagen die Küche. 

1970/71 wurde der Betrieb bis zum Erdgeschoss abgerissen und 3-stöckig wieder aufgebaut. Insgesamt entstanden 18 Zimmer mit sehr gehobenem Standard für damalige Verhältnisse. Von diesem Zeitpunkt an wurde der Moserhof als ganzjähriger Betrieb geführt. 
 
1978 - das Schicksalsjahr
Das Haus brannte durch ein Feuer total aus und blieb danach zwei Jahre als Brandruine stehen. In diesen schwierigen Jahren wurde nur die Kellerbar betrieben. 

1979 lernte Robert Moser seine jetzige Ehefrau Karin kennen. Gemeinsam wurde der Hotel- und Restaurantbetrieb wieder aufgebaut. Die Kellerbar hat das Ehepaar Moser im Jahr 1983 geschlossen und nur für spezielle Veranstaltungen geöffnet. 

1983 wurde in einen Lift, in einen Saunabereich mit Dampfbad, sowie in Massageräumen und kleineren Ruheräumen im Keller investiert.

1985 erwarb Robert Moser das Nachbar-Grundstück mit 2.500 Quadratmeter. Auf diesem Areal befanden sich damals eine Tenne und ein Nachtclub.  Die nächste Baustufe folgte. Es wurden 13 Zimmer und ein 4. Stock neu ausgebaut. Auf der Hofterrasse straßenseitig wurde eine Pizzeria mit Holzofen mit 120 Sitzplätzen errichtet.  

1993 wurde die Pizzeria abgerissen und der Rundbau mit 20 neuen Zimmern und im Keller das Hallenbad gebaut. 
 
1997 investierte Familie Moser in einen 140 Quadratmeter großen Speisesaal mit Platz für 90 Hausgäste. 

2007 wurde der Gartenbereich neu gestaltet und mit einem Schwimmteich ausgestattet. Die Massageräume in der "Feingefühloase" wurde modernisiert. In diesem Jahr wurde die Sauna und der Massagebereich im Keller geschlossen und in den Garten verlegt. 

2009 Beginn der Renovierung im Haupthaus - vier Musterzimmer entstanden. 

2011/12 weitere Neugestaltung einiger Zimmer; Tochter Franziska Moser-Winkler übernahm mit ihrem Ehemann Gerhard Winkler in diesem Jahr den ehrwürdigen Hotelbetrieb.

2013 wurde der gesamte Eingangsbereich, sowie die Terrasse erneuert. 

2014 wurde das Haus mit weiteren sechs Zimmern erweitert. Ein Highlight, der Saunabereich im 3. Stock, das "Sicht-Spa", mit vier Saunen, Ruheräumen und dem direkten Seeblick entstand. Weitere zehn Zimmer wurden auf den neuesten Stand adaptiert. 

2015 Investitionen in die Infrastruktur: Lift und WLAN

2016 Investitionen in die Telefonanlage und die Wasser-Aufbereitung; bewusst heimische Firmen haben am neuen Restaurant "Genuss ich" gearbeitet

2017 beim Projekt "Biwak unter den Sternen" macht der Moserhof mit seinem Biwak "Garten/giardino" mit; das Hallenbad entsteht aus einer technischen Notwendigkeit heraus neu

Der "Naschgarten", ein Lebensraum für Mensch und Schwein, ist eines der kreativen, zukünftigen Projekte des Hauses Moser-Winkler. Dabei entsteht ein Gehege für die alte Rasse der Mangalitza-Schweine.

Ein Familienbetrieb, der der heutzutage gefragten Flexibilät gewachsen ist und bei dem die Eltern, wenn gewünscht, mit Rat und Tat zur Seite stehen. "An einem Jubiläumsfest im Herbst für Freunde und Nachbarn wird noch geplant und gefeilt", verrät Moser. 

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